Neuigkeiten

Neue DVO in Kraft getreten!

Mit der Verkündung im Gesetz und Verordnungsblatt des Landes Sachsen-Anhalt (GVOB) sind zum 3. Mai vier Änderungen in Kraft getreten.

Land erlaubt Nachtzieltechnik auf Schwarzwild – LJV begrüßt Lockerung.

Kapuhs/ DJV

Wildtierschutz beginnt vor der Mahd!

Zusammenarbeit von Landwirten, Jägern und Helfern notwendig!

Der erste Schnitt des Grünlandes Anfang Mai fällt genau in die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit von Rehkitzen, Junghasen und zahlreichen Wiesenbrütern. Gegen Großflächenmähwerke mit Geschwindigkeiten von bis zu 15 Km/h und Arbeitsbreiten von bis zu 11m haben Jungtiere und Gelege keine Chance. Die Überlebensstrategie vieler Wildtiere gegen Fressfeinde, das bewegungslose Ausharren, hat bei der Mahd verheerende Auswirkungen.

Portrait Dr. S. Mehlitz
Die Präsidenten Dr. h. c. Siegfried Mehlitz – Gründungspräsident des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt Im Jahre 1923 geboren, war Dr. Mehlitz von Anfang bis zum Ende Kriegsteilnehmer, wie viele aus diesen Jahrgängen. Als Invalide kehrte er aus diesem unseligen Krieg zurück. Er hat wesentliche Teile seiner beruflichen Ausbildung bis zum Hochschul-Diplom im Fernstudium mit der ihm eigenen Energie mit besten Ergebnissen absolviert. Er entwickelte sich zu einem der hervorragendsten Praktiker und Wissenschaftler der Forst- und Jagdwirtschaft im Ostteil unseres Landes. Ihm ist die Gründung des Wildforschungsgebietes Nedlitz, eines der größten seiner Art, zu verdanken.

Jäger
Aufgrund der Einschätzung des zuständigen Fachressorts ist das Ausüben der Jagd auch für Jäger*innen mit ständigem Wohnsitz außerhalb Sachsen-Anhalts und einer zum Zwecke der Jagdausübung notwendigen Einreise in das Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt unter Beachtung und Einhaltung der allgemeinen Vorschriften der Dritten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung und vorbehaltlich weiterer Einschränkungen als zulässig anzusehen.

Deutsch Kurzhaar
Das Präsidium des Jagdgebrauchshundverbandes e.V. (JGHV) hat vor dem Hintergrund der Entwicklung und der angespannten Lage zum neuartigen Coronavirus, in sehr enger Absprache mit zahlreichen Zuchtvereinen und Vertretern der Jagdgebrauchshundevereine, am 07. April 2020 beschlossen, seine Mitgliedsvereine aufzufordern, im Frühjahr 2020, also auch nach dem 19.04.2020, keine weiteren Frühjahrsprüfungen durchzuführen. Diese Regelung gilt in allen deutschen Bundesländern und für die Mitgliedsvereine im Ausland. Sie ist auch dort anzuwenden, wo keine behördlichen Beschränkungen bestehen.

Rehwild Straße

Im April und Mai passieren die häufigsten Wildunfälle. Insbesondere das Rehwild ist jetzt vermehrt aktiv.

Die meisten Unfälle passieren in den Abend- und frühen Morgenstunden, wobei Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen besondere Gefahrenschwerpunkte darstellen. Hier ist mit regelmäßigem Wildwechsel zu rechnen, da die Tiere zur Äsung vom Wald auf die Felder ziehen und danach wieder den Schutz des Waldes aufsuchen. Diese Gefahrenbereiche sind häufig mit dem Schild “Achtung, Wildwechsel” gekennzeichnet.

Wie kann ein Wildunfall am besten verhindert werden?

  • Reduzierte Geschwindigkeit entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder
  • Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.
  • Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel.
  • Tier am Straßenrand: abblenden, hupen, bremsen. Lenkrad festhalten, keine unkontrollierten Ausweichmanöver.
  • Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollen stets mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

  • Unfallstelle sichern: Warnweste anlegen, Warnblinkanlage anschalten, Warndreieck aufstellen.
  • Bei Personenschäden Erste Hilfe leisten und Rettung rufen (Notruf 112).
  • Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen.
  • Abstand halten zu lebenden Tieren.
  • Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.
  • Einem geflüchteten Tier nicht folgen, in der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden. Jäger oder Polizei (Notruf 110) kontaktieren und Standort melden. Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.
LVWA
Zur Frage der Zulässigkeit der Jagdausübung unter den derzeitigen pandemiebedingten Restriktionen ist eine Abstimmung zwischen dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt und dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration erfolgt.

Danach ist die Ausübung der Jagd unter Beachtung und Einhaltung der allgemeinen Vorschriften der Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung und vorbehaltlich weiterer Einschränkungen zulässig. Ein entsprechender Hinweis ist auch auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes unter https://lvwa.sachsen-anhalt.de/index.php?id=3597 eingestellt.

Die niederwildfreundlichen Einsaaten werden mittlerweile seit 20 Jahren vom LJv angeboten und stetig weiterentwickelt.
Die Saatgutmischung „Niederwildfreundliche Einsaaten“ ist jetzt
an mehreren Ausgabestellen im Land erhältlich

Das ganzjährige Angebot an Äsung und Deckung sichert in unserer Agrarlandschaft einen gesunden und artenreichen Wildbestand. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. hat zur Förderung der Artenvielfalt in der Feldflur dafür eigens eine niederwildfreundliche Einsaat entwickelt. Fünf Tonnen Saatgut, verpackt in 15 und 10 Kilogramm Säcke hat der LJV bereits auf mehrere Ausgabestellen im Land verteilt. Unterstützt durch Mittel der Jagdabgabe kann die bestellte Einsaat nach telefonischer Voranmeldung kostenfrei abgeholt werden.

Jäger

Auf Grundlage des Beschlusses der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten am vergangenen Sonntag haben nahezu alle Bundesländer Verordnungen/Allgemeinverfügungen mit Kontaktverboten beschlossen. Zwar seien die Bürger aufgrund der Eindämmungsverordnung angehalten, soziale Kontakte außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, jedoch sei die Jagd „grundsätzlich weiterhin zulässig“! Dabei sei allerdings zu beachten, dass gemäß § 18 Abs. 1 der zweiten SARS-Cov-2-Eindämmungsverordnung in Sachsen-Anhalt die Jagdausübung entweder allein oder mit maximal einer weiteren Person zu erfolgen habe. „Unterstützung bei Nachsuche, Wildbergung, Wildversorgung ist zulässig, wenn die Mindestabstände zwischen 2 Personen von 1,5 m gewahrt bleiben und jede Art von Gruppenbildung unterbleibt. Die Abgabe von Trichinenproben erfolgt wie bisher.

Weiterhin taucht auch immer wieder die Frage auf, ob Jäger als Nachweis einen Passierschein benötigen, oder ob der Jagdschein als Legitimation ausreicht? Eine Rückfrage beim BMEL hat ergeben, dass der Jagdschein als ausreichendes Legitimationsmittel angesehen wird.