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Reh im Wasser
Rehbock schwimmt in einem von Hochwasser überfluteten Gebiet ans rettende Ufer, Europa-Reservat Kühkopf-Knoblochsaue, Hessen, Sommer 2013

Auch sechs Wochen nach der Flut ist das Ausmaß der Schäden, die das Hochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt angerichtet hat noch immer nicht abschätzbar. Viele von Hoch- oder Drängwasser Betroffene waren und sind auch lange nach der Flut noch damit beschäftigt das eigene Hab und Gut vom Wasser zu befreien. Gleichzeitig richteten die Fluten in vielen Revieren erhebliche Schäden an Wildbestand und Deckung an. Im Wesentlichen unterscheidet sich dieses Hochwasser 2013 nicht nur in seiner Höhe sondern vor allem in der Jahreszeit.

Signale aus Marburg
Gemeinsame Wertebasis, neues Logo und neuer Name: Auf dem Bundesjägertag in Marburg gelang dem DJV ein wichtiger Schritt in die Zukunft.

Der Festredner Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im BMELV, hatte eine gute Nachricht im Gepäck: Das Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes wurde kurz zuvor vom Bundespräsidenten unterschrieben.

Landesjägertag 2013

In seiner Rede anlässlich der 24. Delegiertenversamlung des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt in Wernigerode dankte Präsident Dr. Hans-Heinrich Jordan den zahlreichen Jägerinnen und Jägern des Verbandes für ihr Engagement im vergangenen Jagdjahr. „Jäger bringen sich ganz selbstverständlich in die Bereiche des Natur-, Arten- oder Tierschutzes mit ein und leisten zudem Jahr für Jahr einen wichtigen Beitrag zur Wildschadensverhütung.“ Letzteres gewinnt durch die so genannte Energiewende immer mehr an Bedeutung. Steigende Schalenwildstrecken seien nicht nur ein Beleg für anwachsende Populationen sondern vor allem ein Beweis für eine intensivierte Bejagung.

aeikens

Seit vielen Jahren betrachtet unser Verband das Anwachsen der Neozoenpopulationen im Land mit Sorge. Vor allem der Waschbär drängt in unsere heimischen Biotope. Die Jahresstrecken sind in den vergangen vier Jahren um 300 Prozent angewachsen und belegen sowohl die besorgniserregende Populationszunahme als auch die Notwendigkeit der Fallenjagd und das Engagement der Jägerschaft Sachsen-Anhalt im Naturschutz. Dieses freiwillige Engagement in Bezug auf die Fallenjagd sah der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt gefährdet, da gegen ein Mitglied des Landesjagdverbandes ermittelt wurde.

Derzeit leben in Deutschland im Durchschnitt zehn Feldhasen pro Quadratkilometer. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler und Jäger, die für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) zwei Mal jährlich die Feldhasenbestände in über 350 Referenzgebieten ermitteln. Nach besonders guten Hasenjahren von 2004 bis 2006 haben die Bestände damit das Niveau der ersten Zählung im Jahr 2002 erreicht.

Im Ergebnis einer Beratung der Geschäftsführer der neuen Länder wurde sich dafür ausgesprochen, ein Musterverfahren zu führen. Rein vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die Erfolgsaussichten einer Klage zunächst als kritisch eingeschätzt werden müssen, da es bereits höchstrichterliche Rechtsprechung gibt. Es zeichnet sich daher ab, dass mehrere Instanzen durchlaufen werden müssten. Zur Verfolgung dieses Vorhabens bitten wir Bescheidadressaten, die Beitragsbescheide über 750,00 € erhalten haben, sich kurzfristig beim Landesjagdverband Sachsen-Anhalt zu melden.

Die Druckerei Stelzig in Magdeburg steht als neue Bezugsquelle für Wildurspungsscheine und die dazugehörigen Wildmarken für das Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung . Ihre Bestellungen werden ab sofort unter Tel.: 0391/ 625 96-0 entgegengenommen.

Anschrift:

Stelzig-Druck

Carnotstr. 40

39120 Magdeburg

Fax: 0391/ 625 96-50

Email: stelzig-druck@t-online.de

Bundestag

Der Bundestag hat am Abend des 28. Februar mit den Stimmen der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP sowie von SPD und den Linken eine Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen, um das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 26. Juni 2012 umzusetzen. Lediglich Bündnis90/Die Grüne stimmten dagegen. Die europäischen Richter stufen die Pflicht, Jagd auf dem eigenen Grundstück zu dulden, unter bestimmten Voraussetzungen als menschenrechtswidrig ein. Das Reviersystem wird aber grundsätzlich nicht in Frage gestellt.

SVLFG

Im Bereich aller ostdeutschen Landesjagdverbände schlagen die Wellen sehr hoch. Jagdausübungsberechtigte werden mit Beitragsbescheiden der Berufsgenossenschaft konfrontiert, die zum Teil um 200 Prozent zum Vorjahresbeitrag erhöht wurden.

Viele unserer Jäger sind zurecht schockiert. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt beschäftigt sich bereits intensiv mit der Problematik zur Beitragserhöhung der Berufsgenossenschaft.

Hierzu haben wir einen Vorschlag für einen Widerspruch für jedes Einzelmitglied vorbereitet.