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(Berlin, 17. September 2020) Dachverband der Jäger warnt vor Flickenteppich von Vorschriften und Zuständigkeiten. Seuchenherd muss schnell isoliert werden. Politik soll Anreize für verstärkte Bejagung setzen und Bürokratie abbauen.

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbands (DJV) hat heute ein Forderungspapier zur effektiven Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verabschiedet. „Ein Flickenteppich von Vorschriften und Zuständigkeiten muss verhindert werden. Das Virus kennt keine Kreis- oder Ländergrenzen“, sagte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning bei der Übergabe des Papiers an Uwe Feiler, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Entscheidend seien die schnelle Isolierung eines Seuchenherdes und ein reibungsloser Informationsfluss. Die Jäger in Deutschland seien sich ihrer wichtigen Rolle bei der Seuchenprävention bewusst.

Der DJV fordert unter anderem Anreize für die verstärkte Bejagung: weiter reduzierte Wildschweinbestände erschweren dem ASP-Virus die Ausbreitung. Nach Auffassung des DJV sollten deshalb Direktvermarktung und Verwertung von Wildbret gefördert werden. Entscheidend sind dabei pragmatische Lösungen: Beispielsweise sollten Jäger bundesweit Metzger als Dienstleister nutzen dürfen. Weiterhin sollten die Länder Gebühren für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung übernehmen. Jäger, die sich am ASP-Monitoring beteiligen, Kadaver suchen oder beproben, sollten angemessen entschädigt werden. Die zuständigen Behörden müssen ausreichend Material für die Probenahme bereitstellen.

Unter den elf Punkten des Papiers findet sich weiterhin die Forderung, Beschränkungen der Schwarzwildjagd in Schutzgebieten aufzuheben. Der Einsatz von Nachtzieltechnik (Vor- und Aufsatzgeräte) sollte bundesweit mit Infrarot-Aufheller für die Jagd auf Schwarzwild möglich sein. Die Bundesländer sollten alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass Landwirte Jagdschneisen unbürokratisch anlegen können.

Das vollständige Forderungspapier gibt es HIER