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Bericht des Landesrechnungshofes irritiert Jägerschaft!

Bild Landesrechnungshof

Der Landesrechnungshof (LRH) hat anhand von Hochrechnungen Rehe, Hirsche und Wildschweine als „Waldfeinde“ ausgemacht und fordert eine Erhöhung des Abschussplanes und intensivere jagdliche Anstrengungen!
Jeder Besucher des Waldes z.B. im Harz kann die Schäden im Wald sehen und zeigt sich erschüttert über den Zustand.

Nach Ansicht der Jägerschaft ist für diese Entwicklung jedoch nicht allein das Wild verantwortlich. Klimawandel, Stürme, Trockenheit sowie die davon begünstigte Verbreitung von Borkenkäfer und Co. sind nach der Erfahrung der Jäger hier als Ursache klar zu benennen.

Die Erlegungszahlen beim Schalenwild steigen stetig und belegen die Anstrengungen der Jägerschaft, ihren Beitrag zum Waldumbau zu leisten.
Wenn die vom LRH genannten Indizien, wie vor allem die Schälschäden, ein Maßstab sein sollen, so muss man dabei auch erwähnen, dass die Verlängerung der Jagdzeiten und damit Erhöhung des Jagddrucks kontraproduktiv wirken. In mastarmen Jahren verbraucht das Wild durch die Bejagung mehr Energie, als es an Nahrungsreserven im Wald vorfindet.

Unseres Erachtens bedarf es keines weiteren Projektes, um diese Zusammenhänge zu ermitteln. Sehr wohl wünschen und befürworten wir eine Zusammenarbeit z.B. bei der Untersuchung, ob im Frühjahr Mineralstoffzugaben wie Salzlecksteine sich positiv auf die Vermeidung von Schälschäden auswirken. Diese Mineralien holt sich das Wild sonst aus der
Rinde der Bäume.

Hinsichtlich der gleichfalls vom LRH erwähnten Schwarzwild-Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen und in Vorgärten verweisen wir auf die vom Landtag im Rahmen der ASP-Vorsorge beschlossenen Unterstützungen. Nur mit zusätzlichen Maßnahmen wird es möglich sein, speziell in Zeiten der Corona-Krise die Rekordstrecken der letzten Jahre nochmals zu erhöhen.


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