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Der Weg zum Grünen Abitur

Jungjäger beim Reviergang

Immer mehr Sachsen-Anhalter packt die Jagdleidenschaft: Derzeit sind 11 800 Männer und Frauen im Besitz eines Jagdscheins. So viel wie noch nie, sagt der Präsident des Landesjagdverbandes, Dr. Hans-Heinrich Jordan. Allein in Magdeburg laufen jährlich zwei Kurse mit mindestens 20 Jungjägern. Immer öfter brechen auch Frauen in die Männerdomäne, derzeit liegt der Anteil bei etwa acht Prozent Frauen. Tendenz eher steigend. Jordan rechnet pro Jahr mit rund 300 Jägern, die aus der verbandseigenen Nachwuchsförderung kommen.

 Der Weg zum Jagdschein ist aber nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das «grüne Abitur» umfasst bis zu 180 Unterrichtsstunden. Neben Jagdtierkunde, Wildhygiene, Biologie sowie Natur- und Landschaftsschutz gehört die Ausbildung und Führung von Jagdhunden dazu. Im Unterricht bekommt der Jungjäger auch umfassendes rechtliches Wissen vermittelt. Erworben werden kann der Schein in den Jagdschulen der Jägerschaften oder in privaten Jagdschulen. Der Jagdschein wird in Sachsen-Anhalt für maximal drei Jahre ausgestellt und danach gegen entsprechende Gebühren verlängert. Die Attraktivität der Jagd steigt. Immer mehr Interessierte wollen das „Grünen Abitur“ ablegen. In Sachsen-Anhalt ist zur Prüfung zugelassen, wer spätestens sechs Monate vor der Prüfung  15 Jahre alt geworden ist. Voraussetzung ist neben der bestandenen Jägerprüfung ein einwandfreies amtliches Führungszeugnis. Die Kurse zur Jägerausbildung werden in vielen Jägerschaften angeboten. Unterrichtet werden laut Ausbildungsrahmenplan 7 Unterrichtsfächer. Fach 1: Jagdbare Tiere, Fach 2: Hege und jagdbetrieb, Fach 3: Ökologie und Naturschutz,  Fach 4: Jagdhundewesen, Fach 5: Behandlung erlegten Wildes, Fach 6 Jagdwaffen und Fach 7 Jagdrecht. Die Lehrgangstermine für das Jahr 2013 finden sie nachfolgend:

Jungjägerausbildung in Sachsen- Anhalt