{"id":818,"date":"2020-08-12T15:23:51","date_gmt":"2020-08-12T14:23:51","guid":{"rendered":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/?page_id=818"},"modified":"2026-03-03T12:38:51","modified_gmt":"2026-03-03T11:38:51","slug":"unsere-falkner","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/unsere-falkner\/","title":{"rendered":"Unsere Falkner"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h4>Wolfgang Gastmann<\/h4>\n<p>Er hat eine Meinung und er vertritt sie ohne Kompromisse. Und er wei\u00df, dass er manchmal auch in ein Fettn\u00e4pfchen tritt und sich nicht immer nur Freunde macht. Aber, so ist sich Wolfgang Gastmann sicher, lieber offen und direkt sein, als angepasst und gesellschaftskonform daherzukommen. Wenn man den G\u00fcntersbergener auf seine Seite bringen und sich \u00fcber Stunden mit ihm unterhalten m\u00f6chte, gibt es eine einfache L\u00f6sung: Das Thema \u201eFalknerei\u201c auf die Tagesordnung bringen. Seit fast 50 Jahren fr\u00f6nt der J\u00e4ger seiner Leidenschaft und wird nicht m\u00fcde, mit seinen V\u00f6geln f\u00fcr einen angewandten und nachhaltigen Naturschutz zu werben. Mit einem beachtlichen Ergebnis! Auf seinem Eulenwelt-Falkenhof-Harz am Stollberger Weg wird Besuchern ein beeindruckendes Programm geboten. Adler, Geier, Falken, Habichte, Eulen, Bussarde oder Karakas fliegen frei. Sie n\u00e4hern sich den G\u00e4sten teilweise bis auf wenige Zentimeter und diese k\u00f6nnen, wenn sie sich es zutrauen, auch Geier f\u00fcttern, Eulen streicheln oder die Tiere auf die Hand nehmen.<\/p>\n<p>Wolfgang Gastmann hat sein rund f\u00fcnf Hektar gro\u00dfes Zuhause, wie er selbst sagt, mit den Jahren zu einer Arche f\u00fcr Greifv\u00f6gel und Eulen ausgebaut. Bietet zweimal t\u00e4glich Flugschauen und viele andere Mitmach-Aktionen an. So Wanderungen mit Greifv\u00f6geln und Eulen, die Teilnahme an Beizjagden, einen \u201eFalkner- oder Eulen\u201c-Erlebnistag oder Naturschutzvortr\u00e4ge. \u00a0Individuelle Programme f\u00fcr Schulklassen und Reisegruppen werden ebenfalls erstellt. J\u00e4hrlich gibt es zudem einen Vorbereitungslehrgang auf die Falknerpr\u00fcfung. Auf Wunsch k\u00f6nnen auch Tierpatenschaften oder Eulen-Therapien realisiert werden. Wie das im Detail aussieht, kann jederzeit in einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Jahre harter Arbeit liegen den Angeboten zugrunde. Wobei Wolfgang Gastmann die Falknerei nicht in die Wiege gelegt wurde, sondern Schl\u00fcsselerlebnisse in seiner Kindheit und Jugend daf\u00fcr ausschlaggebend waren, dass die Liebe zu den Greifv\u00f6geln und Eulen geweckt wurde. Als \u00c4ltester unter den f\u00fcnf Geschwistern waren die ersten Lebensjahre gepr\u00e4gt von Bescheidenheit und eingebunden in eine Leidenschaft \u2013 dem Lesen. \u201eDas war meine Welt \u2013 mit der Taschenlampe unter der Bettdecke eintauchend in die Welt der Sagen und gefesselt von geschichtlichen Werken\u201c, erinnert sich Wolfgang Gastmann. So gab es ein Sagenbuch, in dem ein Adler sich ein Kleinkind griff, um seine Jungen zu f\u00fcttern. \u201eKann das \u00fcberhaupt sein?\u201c, fragte sich der G\u00fcntersbergener damals. Sp\u00e4testens nachdem er den Klassiker der Falknereib\u00fccher, das \u201eDe arte venandi cum avibus\u201c, eine der ber\u00fchmtesten Handschriften des Mittelalters und vom Stauferkaiser Friedrich II. selbst verfasste Meisterwerk zur Falknerei mehrfach \u201everschlungen\u201c hatte, war ihm klar, dass die Sage kein Hirngespinst ist. \u201eMeine Neugier war geweckt und ist bis heute nicht gestillt\u201c, so der Falkner, der dann zun\u00e4chst J\u00e4ger wurde und zu DDR-Zeiten auch Falkner wurde. Die waren damals beim Kulturbund angesiedelt und waren mehr oder weniger unter sich.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_gallery interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;1143,1144,1140,1142,1141&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]\u201eEs gab nur wenige Falkner und wir waren irgendwie Exoten, denen aber ein unendliches Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Jagd und die Natur zugesprochen wurde\u201c, so Mursa, der damals in und um Oschersleben der Falknerei nachging. Nach der Wende musste er in Sachen Jagd und Falknerei k\u00fcrzertreten, ohne beides aufzugeben. Mursa machte sich als Metallbaumeister selbst\u00e4ndig und zog nach Dr\u00fcbeck. Irgendwann fragte er sich, ob er dieses Leben im Hamsterrad wirklich ewig f\u00fchren will. \u201eDie Tage bis zur Holzkiste sind gez\u00e4hlt und ich wollte mehr Zeit f\u00fcr meine Hobbys\u201c, lautete seine Schlussfolgerung. Da kam es wie gerufen, dass im Tierpark Bad Mergentheim bei W\u00fcrzburg h\u00e4nderingend ein Mensch gesucht wurde, der die dortige Falknerei in die richtigen Bahnen lenkt. Wolfgang Mursa setzte sich unter 30 Bewerbern durch, baute innerhalb eines Jahres die Falknerei um und auf und konnte sich dann leichten Herzens aus Baden-W\u00fcrttemberg verabschieden. Mit der Gewissheit, dass in solch einer Aufgabe sein Herz aufgeht, baute er auf dem Regenstein in Blankenburg seine eigene Falknerei. Dies ging solange gut, bis die ersten Tiere aus den Volieren gestohlen wurden. \u201eZeit, sich nach etwas Neuem umzusehen\u201c, dachte Wolfgang Mursa. Baupl\u00e4ne in Wernigerode oder Friedrichsbrunn scheiterten und auch das heutige Areal in G\u00fcntersberge stand zun\u00e4chst unter keinen guten Stern.<\/p>\n<p>Mehr als zwei Jahre dauerte es, bis alles gekl\u00e4rt und einget\u00fctet werden konnte. Damit begann vor \u00fcber zehn Jahren der Aufbau des Falknerhofes und Mursas Traum endg\u00fcltig Realit\u00e4t. Mittlerweile ist der G\u00fcntersbergener nicht nur als Fachmann gefragt, sondern auch Landesvorsitzender des Ordens Deutscher Falkoniere. Der ist eine Gemeinschaft der Falkner und Greifvogelfreunde und versteht sich, im Rahmen des fachgerechten Natur und Artenschutzes, als Fachverband f\u00fcr die Zucht, Haltung und Pflege von Greifv\u00f6geln sowie f\u00fcr die Aus\u00fcbung einer artgerechten und zeitgem\u00e4\u00dfen Falknerei. Die Ordens-Mitglieder pflegen jedes Jahr nach eigenen Angaben ehrenamtlich ca. 200 bis 300 Greife gesund und entlassen diese wieder in die Freiheit. Rund zehn Prozent davon gehen auf das \u201eKonto\u201c von Wolfgang Mursa. (2019)<\/p>\n<p><strong>Kontakt: Wolfgang Mursa, Stolberger Weg 36, 06493 Harzgerode &#8211; Ortsteil G\u00fcntersberge, Telefon: 039488\/793377 und 0160\/92704199, E-Mail: <a href=\"mailto:wolfgang.mursa@freenet.de\">wolfgang.mursa@freenet.de,\u00a0<\/a>Homepage: <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.eulenwelt-falkenhof-harz.de\">www.eulenwelt-falkenhof-harz.de<\/a><\/strong>[\/vc_column_text][vc_separator][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h4>Michael R\u00fcckrieme<\/h4>\n<p>Mit Distanz betrachtet, k\u00f6nnte man Michael R\u00fcckrieme als einen Wanderer zwischen den Welten bezeichnen. Da sind auf der einen Seite die Familie, die Jagd, die Falknerei und ein\u00a0\u00a0 anstrengender\u00a0\u00a0 Job im Drei-Schicht-System und auf der anderen Seite ein tatkr\u00e4ftiges ehrenamtliches Engagement, dass manchmal mehr Zeit in Anspruch nimmt, als dem Vatter\u00f6der zur Verf\u00fcgung steht.\u00a0 Denn seit gut zehn Jahren opfert er viele Stunden, um ihn Kindertageseinrichtungen, Schulen, bei Nachwuchsfeuerwehren oder in Seniorenheimen\u00a0\u00a0 \u00fcber die Themen Jagd und Wald zu informieren und aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>So hat Michael R\u00fcckrieme im Grenzbereich zwischen den Landkreisen Harz und dem Mansfelder Land fast jede Ecke kennengelernt. Ist in Schielo, K\u00f6nigerode, Harzgerode, Neudorf genauso anzutreffen, wie in Mansfeld, Vatterode oder Braunschwende. \u201eSicherlich ist es nicht immer einfach, alles unter einen Hut zu bringen. Und es gibt die Tage, wo auch 48 Stunden nicht ausreichen w\u00fcrden, um alles schaffen zu k\u00f6nnen,\u201c wei\u00df das Mitglied des J\u00e4gerschaftshegeringes Harzgerode. Aber deshalb w\u00fcrde er nicht verzweifeln und erst recht nicht den Spa\u00df an der Sache verlieren. Und genau diese \u201eSache\u201c hat sich mit den Jahren zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt.<\/p>\n<p>So stand am Anfang ein \u201eWaldfuchsprojekt\u201c der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Nat\u00fcrlich in der Kita, die Tochter Klara besuchte. Und das lebenslustige M\u00e4dchen trat von Beginn an bewusst in die Fu\u00dfstapfen ihres \u201eHelden\u201c. Anf\u00e4nglich als treue Begleiterin bei den Terminen. Doch mit zunehmenden Alter wuchsen dann die Aufgaben &#8211; immer auf freiwilliger Basis. \u00a0Klara \u00fcbernahm Verantwortung als Hundef\u00fchrer f\u00fcr Teckel \u201eHummel\u201c und\u00a0\u00a0 konnte den Kita-Knirpsen auch schon einige Dinge erkl\u00e4ren. Nat\u00fcrlich wird auch mit angepackt, wenn Pr\u00e4parate oder andere Dinge ein- und ausgeladen und auf- und abgebaut werden m\u00fcssen.\u00a0\u00a0\u00a0 Das Feuer wurde endg\u00fcltig entfacht, als es gelang ein Turmfalkenjunges, ein Fundtier, aufzup\u00e4ppeln, welches R\u00fcckriemes in Obhut genommen hatten.\u00a0 Nicht mehr zu bremsen ist Klara seit \u201ePaula\u201c &#8211; ein europ\u00e4ischer Uhu &#8211; zur Familie geh\u00f6rt. \u201eAndere haben einen Hund oder eine Katze, wir eben ein Uhu. Ich finde das cool und habe auch kein Problem damit, zu erkl\u00e4ren, was es mit dem Vogel auf sich hat\u201c, ist Klara stolz auf ihr ungew\u00f6hnliches Hobby. Mittlerweile geh\u00f6rt dazu auch das Jagdhornblasen oder die Revierarbeiten &#8211; im Prinzip alles, was auch Vater Michael hinter dem warmen Ofen hervorlockt.\u00a0\u00a0 Und auch der Berufswunsch ist schon einbetoniert: \u201eIch m\u00f6chte F\u00f6rster werden\u201c, k\u00fcndigt Klara an.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_gallery interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;1728,1724,1723,1721,1720,1719,1718,1717,1716,1715&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vater Michael\u00a0\u00a0 d\u00fcrfte mit dieser Entwicklung keine Probleme haben. Ist doch im Prinzip ein \u00e4hnlicher Werdegang in seinem Stammbuch zu finden.\u00a0 Sein Mentor und Idol war sein\u00a0\u00a0 Gro\u00dfvater. Er, wie auch sein damaliger Heimatkundelehrer, weckten fr\u00fch die Begeisterung f\u00fcr das, was sich vor der Haust\u00fcr und Feld und Flur so ereignet.\u00a0 Auch bei ihm fing alles klein an &#8211; mit Kirrungen best\u00fccken oder den ersten Hochsitz bauen. Dazu kam, dass direkt auf dem Schulhof zu DDR-Zeiten auch die Wildkammer zu finden war. F\u00fcr Michael R\u00fcckrieme wirkte diese wie ein Magnet. Hier konnte er sein Wissen, welches er in der total jagdlich gepr\u00e4gten Familie sammeln konnte, noch ein St\u00fcck erweitern.\u00a0 In Erinnerung werden auch f\u00fcr immer die Fahrten mit der Pferdekutsche oder sp\u00e4ter mit dem alten Lada ins Revier bleiben oder die DDR-Dr\u00fcckjagden mit den NVA-Bottichen, aus denen W\u00fcrstchen und Tee angeboten wurden. Ohne in ein nostalgisches Koma zu fallen, wei\u00df Michael R\u00fcckrieme genau, warum ihm das alles so wichtig ist: \u201eIch bin ein Kind des Waldes, habe hier immer meinen Ausgleich zum Alltag gefunden und bin niemals m\u00fcde geworden, das vorzuleben, was mir selbst vorgelebt wurde.\u201c[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_video link=&#8220;https:\/\/vimeo.com\/530348382&#8243;][vc_column_text]\u00dcbung macht den Meister. Und so nutzen Michael R\u00fcckrieme und Tochter Klara jede Gelegenheit, um den Umgang mit &#8222;Paula&#8220; und das gleichzeitige Erkl\u00e4ren zu \u00fcben.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Auch deswegen treibt es ihn unerm\u00fcdlich an, der n\u00e4chsten Generation auf den Einklang zwischen Gesellschaft und Natur hinzuweisen. \u201eAuch sie sollen sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass wir das alles nutzen und erleben d\u00fcrfen. Und dass dies keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist, sondern wir auch etwas daf\u00fcr tun m\u00fcssen, dass es so bleibt.\u201c\u00a0 Wie ernst es ihm damit ist, l\u00e4sst sich an der Entwicklung seines \u201eWaldfuchs-Projektes\u201c bemessen. Schnell bemerkte der Vatter\u00f6der, dass die Sache wachsen muss. Und dass es aus seiner Sicht nicht ausreicht, nur in der Kita und bei Spazierg\u00e4ngen dem Thema gerecht zu werden. \u201eEs fehlte der Wald\u201c, erinnert sich Michael R\u00fcckrieme. Ein kleines W\u00e4ldchen hatte er schnell gefunden, l\u00e4nger dauerte es dagegen, bis er dieses dann auch nutzen durfte &#8211; sogar kostenlos. Nachdem diese H\u00fcrde genommen war, entwickelte sich alles ziemlich rasant. Gemeinsam mit den Kindern wurde der \u201eWald\u201c aufger\u00e4umt, mit Hilfe von Freunden und Sponsoren eine H\u00fctte errichtet und eine ein dazugeh\u00f6riges St\u00fcck Wiese urbar gemacht. Der Grundstein war gelegt, um ein wahres Lehrparadies aufzubauen. Es gibt eine F\u00fctterungsstelle, ein Insektenhotel, Angebote, die die Sinne ansprechen, Tierf\u00e4hrten in Beton abgebildet, Nistkastenrevier und, und&#8230;<\/p>\n<p>Jedes Jahr wird der Baum des Jahres in dem Areal gepflanzt und immer wieder etwas Neues gebaut. Dazu hat Michael R\u00fcckrieme \u00fcber den Freundes- und Bekanntenkreis, aus J\u00e4gernachl\u00e4ssen, aber auch \u00fcber Ebay Tierpr\u00e4parate und Troph\u00e4en angeschafft. Bis dahin war das Waldmobil des Landesjagdverbandes Dauergast. Nat\u00fcrlich geh\u00f6ren bis heute auch Themen-Ausfl\u00fcge ins Umland, Exkursionen und Revierrundg\u00e4nge zu den Angeboten, die\u00a0\u00a0\u00a0 auf dem Plan stehen. H\u00f6hepunkt jeder Veranstaltung ist aber seit 2017\u00a0\u00a0 Uhu \u201ePaula\u201c.\u00a0 Zu ihr ist Michael R\u00fcckrieme auch ein wenig wie die Jungfrau zum Kind gekommen.\u00a0\u00a0 Nach seiner erfolgreichen Falknerpr\u00fcfung hatte er ab und zu mal ein paar Pflegeg\u00e4ste, aber nie Ambitionen, auch selbst ein Tier zu halten.\u00a0\u00a0\u00a0 Kontakte zu anderen Falknern gab es ausreichend. In den Gespr\u00e4chen gab es aber keine Abneigung, es irgendwann mal dann doch zu einer \u201eFamilienerweiterung\u201c kommen zu lassen. Die Entscheidung nahm ihn eines Tages ein Z\u00fcchter aus der Steiermark ab, der ihm per WhatsApp ein Foto von einem Gelege schickte. Darauf zu sehen: Ein mit \u201eMichi\u201c beschriftetes Ei. Keine Frage, dass Michael R\u00fcckrieme dieses Angebot nicht ausschlug. Vier Wochen blieben ihm damals, um alle Vorbereitungen zu treffen. Im Mittelpunkt stand dabei der Bau einer 55 Quadratmeter gro\u00dfen Voliere.\u00a0 Uhu und R\u00fcckriemes wurde schnell eins und unzertrennlich. Auch wenn sich \u201ePaula\u201c im Allgemeinen sehr zutraulich zeigt, hat sie doch auch ihre \u201eStarall\u00fcren\u201c.\u00a0 \u201eIch glaube, sie sp\u00fcrt deutlich, wenn sie im Mittelpunkt steht\u201c, meint der Falkner mit einem verschmitzten L\u00e4cheln.\u00a0 Auch Teckel \u201eHummel\u201c bekam das schon zu sp\u00fcren. Eine Attacke von \u201ePaula\u201c verschreckte den freundlichen Teckel, der seitdem auf der Hut ist, wenn der Uhu in seine N\u00e4he kommt. Letztendlich kommen aber beide klar, wenn sie wieder die tierischen Stars in einer Veranstaltung sind.<\/p>\n<p>Das sind derzeit aber eher die kleineren Probleme des J\u00e4gers und Falkners. Michael R\u00fcckrieme tr\u00e4umt\u00a0\u00a0 von einem Zuhause f\u00fcr alle die Dinge, die in den letzten Jahren zusammengetragen worden.\u00a0\u00a0 Um nicht f\u00fcr jede Reise einen halben Hausstand hin- und herzufahren,\u00a0 schwebte ihm\u00a0 eine feste Unterkunft vor, in der die Veranstaltungen gr\u00f6\u00dftenteils stattfinden.\u00a0\u00a0 F\u00fcndig geworden ist er in Braunschwende, wo ihm die Stadt Mansfeld ein altes Speichergeb\u00e4ude zu Verf\u00fcgung stellt, f\u00fcr das der Vatter\u00f6der f\u00fcr die Nebenkosten aufkommt und jetzt alles daransetzt, den Umbau und die Sanierung voranzutreiben. (2019)[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_gallery interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;1727,1726,1725,1722&#8243; img_size=&#8220;full&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;] Wolfgang Gastmann Er hat eine Meinung und er vertritt sie ohne Kompromisse. Und er wei\u00df, dass er manchmal auch in ein Fettn\u00e4pfchen tritt und sich nicht immer nur Freunde macht. Aber, so ist sich Wolfgang Gastmann sicher, lieber offen und direkt sein, als angepasst und gesellschaftskonform [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-818","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=818"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/818\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3388,"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/818\/revisions\/3388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-quedlinburg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}