{"id":133,"date":"2017-09-01T12:00:00","date_gmt":"2017-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-saalkreis\/pressemeldung\/"},"modified":"2026-03-13T14:33:16","modified_gmt":"2026-03-13T13:33:16","slug":"pressemeldung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-saalkreis\/pressemeldung\/","title":{"rendered":"Pressemeldung"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>Sie erhalten eine Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) zur Ver\u00f6ffentlichung und weiteren Verwendung. F\u00fcr ein druckbares Foto klicken Sie bitte auf die Ansicht.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Wolfspopulation wird weiter rasant wachsen, eine Verdopplung alle drei Jahre ist derzeit realistisch. Notwendige Beweidung von Deichen, Naturschutzfl\u00e4chen und Gr\u00fcnland stehen in Frage.<\/p>\n<p>(Berlin, 01. September 2017) Experten gehen davon aus, dass die Wolfspopulation weiter rasant wachsen wird, eine Verdopplung alle drei Jahre ist derzeit realistisch. Es ist zu beobachten, dass die Akzeptanz f\u00fcr den Wolf dort dramatisch zur\u00fcckgeht, wo er sich etabliert hat. &#8222;Wir m\u00fcssen den Wolf als Wildtier behandeln. Er muss lernen, sich von Menschen und seinen Nutztieren fernzuhalten&#8220;, sagte Helmut Dammann-Tamke, Pr\u00e4sidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbandes (DJV) als Reaktion auf ein aktuelles Eckpunktepapier zum Wolf, das einige Natur- und Tierschutzverb\u00e4nde gestern vorgestellt haben. Es ist laut DJV realit\u00e4tsfern, h\u00f6here Elektroz\u00e4une und Herdenschutzhunde anzupreisen, wenn es darum geht, tausende Quadratkilometer Weideland wolfssicher zu machen.<\/p>\n<p>In dem Eckpunktepapier bezeichnen Natur- und Tierschutzverb\u00e4nde eine extensive Weidetierhaltung zwar als unersetzlich f\u00fcr Natur und Landschaft, praktikable L\u00f6sungen f\u00fcr den Erhalt fehlen aber. Die Situation f\u00fcr Kleinbauern und Sch\u00e4fer ist in einigen Regionen bereits jetzt existenzbedrohend. Die Gesellschaft fordert immer mehr \u00f6kologische Tierhaltung, diese wird aber bei weiter rasant ansteigenden Wolfszahlen nicht mehr realisierbar sein.<\/p>\n<p>Neben technischen H\u00fcrden beim Aufstellen von Elektroz\u00e4unen, etwa beim Sichern von Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben, kommen Hindernisse f\u00fcr unsere Wildtiere hinzu: Was der Wolf nicht \u00fcberwinden kann, ist auch Barriere f\u00fcr andere Wildtiere. Eine Verdrahtung der Landschaft torpediert alle Bem\u00fchungen zur Biotopvernetzung, die dringend notwendig ist, um Artenvielfalt zu erhalten. Gerade dieser Aspekt sollte von Natur- und Tierschutzverb\u00e4nde ber\u00fccksichtigt werden, findet aber im vorgelegten Eckpunktepapier keinerlei Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p>Im Kreis Cuxhaven haben in den vergangenen Monaten die Risse von Nutztieren stark zugenommen, sogar ausgewachsene Rinder werden inzwischen von W\u00f6lfen gerissen. Einzelne Tiere oder Rudel, die sich offensichtlich auf Nutztiere spezialisiert haben, m\u00fcssen schnell und unb\u00fcrokratisch entnommen werden. Es m\u00fcssen daf\u00fcr schnelle Entscheidungswege und rechtliche M\u00f6glichkeiten geschaffen werden. Die \u00c4nderung des Wolf-Schutzstatuses von &#8222;streng gesch\u00fctzt&#8220; (Anhang 4 der FFH-Richtlinie) auf &#8222;gesch\u00fctzt&#8220; (Anhang 5) ist deshalb l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Ebenso dringend &#8211; und im Eckpunktepapier ausgelassen &#8211; ist die Frage der Vergr\u00e4mung. W\u00f6lfe sollen laut Experten beispielsweise mit Gummigeschossen beschossen werden, wenn sie sich Nutztieren oder Menschen n\u00e4hern. So sollen sie Respekt vor dem Menschen lernen und unerw\u00fcnschtes Verhalten ver\u00e4ndern. Wer das wie und womit machen soll, ist leider bisher ungekl\u00e4rt. Der Wolf hat laut DJV keine genetisch verankerte Scheu vor dem Menschen. Diese wird erlernt und an die n\u00e4chste Generation weitergegeben. Wird diese nicht aktiv trainiert, werden abwandernde Jungw\u00f6lfe ihren Welpen zeigen, das Nutztiere leichte Beute sind und die N\u00e4he des Menschen ungef\u00e4hrlich ist. Bereits in den 1990er Jahren wurden Wolfsfamilien gefilmt, die in rum\u00e4nischen Gro\u00dfst\u00e4dten nachts auf M\u00fcllpl\u00e4tzen nach Nahrung gesucht haben. &#8222;Wir sind der Auffassung, dass wir am Ende des Tages nicht am Instrument Jagd f\u00fcr ein sachgerechtes Wolfsmanagement vorbeikommen&#8220;, so Dammann-Tamke.<\/p>\n<p>Muss lernen sich von Mensch und Nutztier fernzuhalten: der Wolf<\/p>\n<p>Quelle: Rolfes\/DJV<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"http:\/\/newsletter.jagdverband.de\/mailings\/d559dc43bb67ddeb538f47edd6fd6266c4dac644\" target=\"_blank\">Link zur Pressemeldung<\/a><\/p>\n<div class=\"clearer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren, Sie erhalten eine Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) zur Ver\u00f6ffentlichung und weiteren Verwendung. F\u00fcr ein druckbares Foto klicken Sie bitte auf die Ansicht. 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