{"id":1470,"date":"2017-08-07T12:00:00","date_gmt":"2017-08-07T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-saalkreis\/wildschweine-auf-dem-vormarsch-welche-gefahren-das-mit-sich-bringt\/"},"modified":"2026-03-13T14:33:17","modified_gmt":"2026-03-13T13:33:17","slug":"wildschweine-auf-dem-vormarsch-welche-gefahren-das-mit-sich-bringt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ljv-sachsen-anhalt.de\/jaegerschaft-saalkreis\/wildschweine-auf-dem-vormarsch-welche-gefahren-das-mit-sich-bringt\/","title":{"rendered":"Wildschweine auf dem Vormarsch &#8211; Welche Gefahren das mit sich bringt"},"content":{"rendered":"<p>Dank milder Winter kamen zuletzt mehr Frischlinge durch die kalte Jahreszeit und sorgten im Saalekreis f\u00fcr zus\u00e4tzlichen Nachwuchs. Foto: dpa<\/p>\n<p>&#8211; Den J\u00e4gern im Saalekreis w\u00e4chst die Wildschwein-Population \u00fcber den Kopf. Aufgrund des milden Klimas und reichhaltigen Nahrungsangebots kommen die Waidm\u00e4nner kaum noch mit dem Schie\u00dfen hinterher. &#8222;Wir haben zuletzt die gr\u00f6\u00dfte Schwarzwildstrecke aller Zeiten erreicht&#8220;, sagt Kreisj\u00e4germeister Harald Schwarz. Laut Kreisangaben wurden seit April 2016 innerhalb eines Jahres 2.211 Wildschweine erlegt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa 650 Tiere weniger.<\/p>\n<p>Die hohe Zahl an Wildschweinen f\u00fchrt der Kreisj\u00e4germeister vor allem auf die klimatischen Bedingungen und die Landwirtschaft zur\u00fcck. In einem milden Winter, wie man ihn in der Region zuletzt erlebt hat, w\u00fcrden besonders viele Frischlinge durchkommen und auch schon fr\u00fchzeitig selbst wieder f\u00fcr Nachwuchs sorgen. Und auch Futter sei ausreichend da. Besonders beliebt sind bei Wildschweinen Raps und Mais, die bei den Landwirten im Saalekreis zuletzt deutlich \u00f6fter angebaut wurden.<\/p>\n<p>Felder im Saalekreis werden gr\u00f6\u00dfer &#8222;Auch werden die Felder gr\u00f6\u00dfer, die Tiere finden dort Fra\u00df und haben ihre Suhle&#8220;, sagt Schwarz. &#8222;Dort k\u00f6nnen wir sie nicht schie\u00dfen.&#8220; Zwar seien auch die Landwirte verpflichtet, Vorkehrungen zu treffen, unter anderem m\u00fcssten sie Schie\u00dfschneisen anlegen. &#8222;Die Tiere sind ja aber nicht dumm und verstecken sich lieber mitten im Feld&#8220;, erkl\u00e4rt Schwarz.<\/p>\n<p>Die Explosion der Wildschwein-Population hat gravierende Folgen: Zum einen verursachen die Tiere auf den Feldern zum Teil erhebliche Sch\u00e4den, f\u00fcr die unter Umst\u00e4nden die zust\u00e4ndigen Jagdp\u00e4chter aufkommen m\u00fcssen. Zum anderen geraten mehr und mehr auch Autofahrer in Gefahr, wenn die Wildschweine Stra\u00dfen \u00fcberqueren.<\/p>\n<p>490 Wildunf\u00e4lle im Saalekreis Allein in diesem Jahr ereigneten sich laut Polizeiangaben 490 Wildunf\u00e4lle, am h\u00e4ufigsten krachte es im April und Mai. &#8222;Zwar gehen 70 Prozent der Unf\u00e4lle auf Rehwild zur\u00fcck&#8220;, sagt Schwarz. &#8222;Aber die Gefahr durch Wildschweine steigt.&#8220; Abschreckung mit Reflektoren, Warnanlagen oder Z\u00e4unen hilft nur kurzfristig. &#8222;Wir m\u00fcssen an den Stra\u00dfen aber mehr schie\u00dfen&#8220;, meint der Kreisj\u00e4ger. Zudem warnt er vor der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, die bereits Tschechien und Polen erreicht habe. &#8222;Greif das Virus auf Deutschland \u00fcber, sind auch Nutztierbest\u00e4nde in Gefahr&#8220;, mahnt Schwarz. (mz)<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/28127918\" target=\"_blank\">Quelle:  www.mz-web.de\/28127918 \u00a92017<\/a><\/p>\n<div class=\"clearer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank milder Winter kamen zuletzt mehr Frischlinge durch die kalte Jahreszeit und sorgten im Saalekreis f\u00fcr zus\u00e4tzlichen Nachwuchs. Foto: dpa &#8211; Den J\u00e4gern im Saalekreis w\u00e4chst die Wildschwein-Population \u00fcber den Kopf. 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