Am 11. Mai 2026 fand die Jagdbeiratssitzung für den Saalekreis statt. Wir haben für euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- Die im letzten Jahr durch das Veterinäramt gestartete Untersuchung von Schwarzwildlebern hat ergeben, dass bei allen Proben der zulässige Grenzwert für PFAS (sog. Ewigkeitschemikalien) um ein Vielfaches überschritten wurde. Das Inverkehrbringen von Schwarzwildlebern ist aus diesem Grund untersagt. Wer zukünftig Schwarzwildlebern in Verkehr bringt, ohne dass er die Unbedenklichkeit bescheinigen kann, begeht eine Straftat.
- Außerdem wurden im Jahr 2024 von 201 Proben: 39 positiv auf Brucellose (19%) und 46 positiv auf die Aujeszkysche Krankheit (23%) getestet, im Jahr 2025 waren bei 273 Proben bereits 105 positiv bei Brucellose (38%) und 74 positiv bei der Aujeszkyschen Krankheit (27%).Die Zahl der mit Brucellose infizierten Tiere hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Zoonose, eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit. Um eine Ansteckung zu vermeiden, tragt beim Aufbrechen Handschuhe und erhitzt Fleisch auf über 70°C!
- Für das Monitoring von Staupe und Bandwurm beim Fuchs wurden bisher erst 14 Füchse abgegeben. Damit aussagekräftige Werte ermittelt werden können, müssten Proben von mindestens 30 Füchsen vorliegen. Das Veterinäramt bietet einen Kostenzuschuss von 13€ pro Fuchs an.
- Um die Dioxinbelastung im Fettgewebe von Schwarzwild ermitteln zu können, bittet das Veterinäramt um Information wer Stücke zur Probenentnahme hängen hat. Die Mitarbeiter kommen dann zur Probenentnahme vorbei.
- Die Zahl der Wildunfälle im Saalekreis ist in 2025 weiter angestiegen – insgesamt gab es 1367 Unfälle. Davon 79% mit Rehwild und 9% Schwarzwild.
- Die Trichinenuntersuchung kostet weiterhin 9€
