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Jäger veröffentlichen neue Wolfsposition

Foto: Rolfes/ DJV

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt fordert ein Umdenken im Umgang mit dem Wolf!

Seit vielen Jahren beobachten auch die Jäger in Sachsen-Anhalt einen stetigen Anstieg der Wolfspopulation. Was als Wiederansiedlung von einzelnen Individuen begann, wurde mit der Gründung von Wolfsfamilien nunmehr zu einer auch in der Presse sehr emotional diskutierten Bedrohung. In Teilen Sachsen-Anhalts wird inzwischen von der weltweit höchsten Dichte an Wölfen berichtet.

Mit der zunehmenden Zahl und der territorialen Ausbreitung ging auch ein Anstieg der Anzahl von Übergriffen auf Weidetiere einher. Inzwischen haben wir unseres Erachtens nach sowohl in Deutschland und auch in Sachsen-Anhalt deutlich eine Anzahl erreicht, die für eine Erhaltung der Art ausreichend ist. Mit Besorgnis beobachten wir bei unseren Aufenthalten in der Natur, dass die natürliche Scheu des Wolfes vor uns Menschen schwindet. In Einzelfällen ist es z.B. bei Jagden zu Übergriffen durch Wölfe auf bei der Jagd eingesetzte Hunde gekommen. Sollte sich dieses Verhalten verstärken – wovon ohne Eingreifen auszugehen ist – müssten die Jagden künftig ohne diese speziell ausgebildeten Hunde durchgeführt werden. Damit bekommt man das Wild aber nicht in Bewegung, wodurch sich die Strecken verringern würden, was speziell mit Blick auf die Ausbreitung der ASP durch Schwarzwild zu einer unbeherrschbaren Vermehrung führen wird.

Auf die Auswirkung der Tötung von Weidetieren durch die Wölfe hat kürzlich der Bauernverband aufmerksam gemacht. Wir Jäger befürchten, dass die zum Hochwasserschutz durchgeführten Deichbaumaßnahmen z.B. an der Elbe, die dringend zur Verfestigung und Freihaltung von Verbuschung der Behutung mit Schafen bedürfen, nicht weiter erhalten werden können. Wenn die Schafe dort wegen zu hoher Verluste durch Wölfe nicht mehr zum Einsatz kommen können, werden die für die Umbaumaßnahmen ausgegebenen rund 1,1 Milliarden Euro mehr als in Frage gestellt.

Daher hat der Landesjagdverband mit Unterstützung von Wissenschaftlern und Juristen sein Positionspapier zum Umgang mit dem Wolf überarbeitet und in der neuen Version den politischen Parteien rechtzeitig vor der Wahl zur Unterstützung ihrer Argumentation zur Verfügung gestellt. Sie finden dieses Papier unter: