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Schalenwildjagd und Nachsuchen trotz Ausgangssperre möglich

Bild: I. Haase/ Flainfotografie

In einem Rundschreiben an die obersten Jagdbehörden der Bundesländer hat das Bundeslandwirtschaftsministerium heute noch einmal bestätigt, dass die Einzeljagd auf Schalenwild auch dort zulässig ist, wo eine nächtliche Ausgangssperre besteht.

Die am 21.04.2021 angekündigte bundesweite Corona-Notbremse hat in den letzten Tagen einige Fragen aufgeworfen. Insbesondere die nächtlichen Ausgangssperren zwischen 22.00 und 5.00 Uhr sorgten bei Jägerinnen und Jägern für Unklarheiten. Bereits am selben Tag stellten DJV und LJV klar, dass die nächtliche Einzeljagd auf Schwarzwild, insbesondere im Hinblick auf das Seuchengeschehen der Afrikanischen Schweinepest, von den Ausgangssperren ausgenommen sei.

In einem Rundschreiben an die obersten Jagdbehörden der Bundesländer hat das Bundeslandwirtschaftsministerium in Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium heute noch einmal bestätigt, dass die Einzeljagd auf Schalenwild auch dort zulässig ist, wo eine nächtliche Ausgangssperre nach dem Infektionsschutzgesetz besteht.

Der DJV weist in diesem Kontext darauf hin, dass im Zusammenhang mit der Jagd auch weitere Ausnahmen gelten: Das Gesetz sieht nämlich (ausdrücklich) vor, dass eine Ausnahme auch für die Versorgung von Tieren gilt. Dazu zählen auch die Nachsuche, etwa nach einem Verkehrsunfall oder die Kitzrettung vor der Mahd – beides ist schon aus Tierschutzgründen erforderlich.

Wir empfehlen unsern Jägerinnen und Jägern eine Kopie dieses Schreibens als Klarstellung bei einer evtl. vorkommenen Kontrolle durch die Ordnungsbehörden mit sich zuführen.

Ausnahme der Ausgangssperre

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt nahm heute Stellung zu einer LJV-Anfrage, bezüglich der Rechtslage bei der Prüfung von Jagdhunden. Demnach stellen Prüfungen für Jagdgebrauchshunde „keine privaten Zusammenkünfte im Sinne des §28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) dar. Vielmehr ist die Prüfung der Jagdgebrauchshunde unabdingbar für eine weidgerechte Jagd auf Schalenwild und dient damit im Hinblick auf die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest der öffentlichen Sicherheit. Da es sich bei der Jagdhundeausbildung bzw. -prüfung auch nicht um Sport im Sinne des § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 IfSG. handelt.“ Damit sind Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden zulässig. Diesbezüglich sind die Zeiten der allgemeinen Ausgangssperre einzuhalten.

Mehr zum Thema finden Sie auf der aktuellen Pressemitteilung des DJV.