Wildbretvermarktung

Foto: S. Kapuhs

Anfang Mai ist die Jagd auf Rehwild bundesweit möglich. Das frische Fleisch lässt sich sehr gut auf dem Grill zubereiten. Wildbret finden 84 Prozent der Deutschen gut – ein Fünftel mehr als vor 20 Jahren.

Pünktlich zur Grillsaison bieten Jäger frisches Wildbret an, denn bundesweit beginnt spätestens im Mai die Jagd auf Rehwild. Auch Fleisch von Rot- und Damhirsch ist vielerorts bereits wieder erhältlich. Wildschweine werden das ganze Jahr über erlegt, da die Bestände sonst überhand nehmen würden. Das Fleisch wild lebender Tiere ist im Frühjahr besonders schmackhaft. Kein Wunder, ernähren sich Reh, Hirsch und Co. im Frühling vor allem von Wildkräutern, Wurzeln und jungen Trieben. Die Verbraucher wissen das immer mehr zu schätzen, bestätigt eine repräsentative Befragung des Deutschen Jagdverbandes (DJV): 84 Prozent der Deutschen erachten Wildbret als natürlich und gesund – ein Fünftel mehr als 1999. Jeder dritte Deutsche isst mindestens 1-mal im Jahr Wild, hinzu kommt knapp ein Viertel, die es selbst zubereiten – beispielsweise auf dem Grill.

Wildbret für alle Geschmäcker

Ob über Gas oder Holzkohle, mit ausgefallener Marinade oder einfach gewürzt: Wildbret lässt sich facettenreich zubereiten. Mit seiner feinfaserigen Struktur ist das dunkle Fleisch besonders mager und hat viel Geschmack. Vorzugsweise Rücken und Filet machen auf dem heißen Rost eine gute Figur. Auch Wild-Burger und Bratwürstchen eignen sich hervorragend für den Grill. Wildbret besticht auch mit seiner Herkunft. Es ist ein ursprüngliches Naturprodukt aus der Region. Vorsicht ist in Supermärkten geboten: Das Fleisch stammt oft von Tieren aus Gatterhaltung in Übersee.

Regionales Wildbret kaufen

Regionales Wildbret gibt es bei örtlichen Jägern und Forstämtern. Über die Postleitzahlensuche auf der Internetseite wild-auf-wild.de finden Interessierte Wildbretanbieter und Wildrestaurants in der Umgebung. Anregung für die Zubereitung bieten über 400 Rezepte auf der Seite. Weitere Tipps bieten die Broschüren der Reihe „Wild auf Wild“. Diese sind erhältlich im DJV-Shop.

Ein passendes Grillrezept für Rehwild finden Sie hier.

Wildbretatlas Logo

Der Atlas enthält vielseitige Informationen rund um das Thema Wild. Anbieter von Wildfleisch sowie Restaurants, die vorwiegend Wild auf ihrer Speisekarte haben, werden in einem Verzeichnis mit Kontaktdaten vorgestellt und sind zur Übersicht auf einer Karte dargestellt. In einer Warenkunde erfahren die Verbraucher Wissenswertes über Reh, Hirsch, Damwild sowie Schwarzwild.

Eine Auswahl an schnellen und einfachen Wildfleischrezepten lädt zum Nachkochen ein und allgemeine Tipps zur Zubereitung von Wild ergänzen die Broschüre. Des Weiteren wird die Arbeit des LJV sowie das bundesweite digitale Wild-Verzeichnis des Deutschen Jadgverbandes (DJV) vorgestellt.

Der Wildatlas liegt ab sofort kostenfrei an zahlreichen Stellen im Land aus, z.B. bei den Kreisbauernverbänden, beim Landesjagdverband und seinen Gliederungen sowie zahlreichen weiteren Institutionen. Auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wird er ebenfalls erhältlich sein.

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Wildbret
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Wildbret ist nicht nur lecker, es ist auch gesund, reich an Mineralstoffen, sehr bekömmlich und leicht verdaulich. Wildbret ist fettarm und reich an hochwertigem Eiweiß. Es ist kalorienarm, voller Vitamine und Spurenelemente. Wildbret liegt voll im Trend der schmackhaften, biologisch-vollwertigen Küche. Mehr Bio als Wildbret geht nicht. Das durch- schnittliche jährliche Aufkommen an Wildbret liegt in Sachsen-Anhalt bei 2.000 t. Unter wild-auf-wild.de finden Sie Wildbrethändler in ihrer Nähe.

Wildursprungsscheine und Wildmarken

Wildbret ist nicht nur lecker, es ist auch gesund, reich an Mineralstoffen, sehr bekömmlich und leicht verdaulich. Wildbret ist fettarm und reich an hochwertigem Eiweiß. Es ist kalorienarm, voller Vitamine und Spurenelemente. Wildbret liegt voll im Trend der schmackhaften, biologisch-vollwertigen Küche. Mehr Bio als Wildbret geht nicht. Das durchschnittliche jährliche Aufkommen an Wildbret liegt in Sachsen-Anhalt bei 2.000 t. Unter wild-auf-wild.de finden Sie Wildbrethändler in ihrer Nähe.

Rottier
Rotwild: Cervus Elaphus

Seit dem 1. Juli 2012 gilt eine neue Durchführungsverordnung der EU zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln (Durchführungsverordnung EU Nr. 931/ 2011). Da die Rückverfolgbarkeit in Sachsen-Anhalt schon in der Vergangenheit ausreichend geregelt war und ist, können weiterhin die seit 2010 für unser Bundesland entworfenen Wildursprungsscheine genutzt werden. Neu ist jedoch, dass die Informationspflichten bei der Abgabe von Wild an Lebensmittelunternehmer (z.B. Gastwirte, Metzger und Wildhändler) künftig für alle Schalenwildarten und für Niederwild gelten. Bei der Abgabe direkt an den Endverbraucher gilt die Verordnung nicht. Die weitergehenden Informationspflichten bei der Abgabe von Schalenwild an den Wildhandel (Z.B. Informationen zu lebensmittelhygienisch bedenklichen Merkmalen) bleiben weiterhin bestehen. Die Informationen zur Rückverfolgbarkeit des Wildbrets müssen so lange aufbewahrt werden, bis davon ausgegangen werden kann, dass das Wildbret verzehrt wurde. Sie müssen der Lebensmittelbehörde auf Anforderung mitgeteilt werden. Die neue Durchführungsverordnung ist hier abrufbar.

Das ursprüngliche Vorhaben, mit der letzten Veränderung der Tier-LMHV einen bundeseinheitlich zu verwendenden Wildursprungschein einzuführen, ist im Bundesrat am Widerstand einiger Bundesländer gescheitert. Letztlich enthält die geänderte Tier-LMHV nur in Anlage 8 a das Muster für einen speziellen Ursprungschein für trichinenuntersuchungspflichtiges Wild (Schwarzwild/Dachs/Nutria). Dieses Muster umfasst einige in unserem bisherigen auch für Schwarzwild verwendeten Wildursprungschein nicht enthaltene Angaben. Obwohl sich der Bundesrat der Einführung eines bundeseinheitlichen Wildursprungscheines verweigert hat, besteht nach EU-Recht die Vorgabe, jedem Stück Schalenwild, das in den Verkehr gebracht werden soll, eine Bescheinigung beizufügen, aus der die wesentlichen Angaben zum erlegten Stück Wild hervorgehen und mit der die Unbedenklichkeit des Stückes für den menschlichen Verzehr bestätigt wird.

Mit Datum vom 29. 1. 2010 haben die beiden obengenannten Ministerien einen Erlaß zur Registrierung von Jägern als Lebensmittelunternehmer in Kraft gesetzt. Nach diesem Erlaß haben sich auf der Grundlage des nachstehend veröffentlichten „Informationsblatt für Jäger zur Registrierung als Lebensmittelunternehmer“ und dem dazugehörigen Rückmeldebogen insbesondere Revierinhaber bzw. Jäger, die Wildbret in ganz bestimmter Art und Weise vermarkten, bei den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämtern der Landkreise anzumelden. Laut Erlaß erhalten die Revierinhaber das Informationsblatt mit dem Formular zur Rückmeldung per Post mit den diesjährigen Unterlagen zur Abschussplanung für das Jagdjahr 2010/11, gegebenenfalls auch gesondert. Die Rückmeldung der Jäger, die entsprechend dem oder der von ihm genutzten Vermarktungsweg/e einer Registrierpflicht unterliegen, soll mit der Einreichung der Abschußunterlagen an die jeweilige untere Jagdbehörde erfolgen.