Hundeführer

Jägerin

Die Verbandschweißprüfung nach den Vorgaben des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) fand wie in den vergangenen Jahren in den Forstrevieren um Friedrichsbrunn statt. Der Prüfungsverein für Jagdgebrauchshunde „Zwischen Harz und Börde“ e.V. war diesjähriger Ausrichter der sogenannten „Landessiegersuche“ des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt (LJV). Acht Fährten wurden am Vortag, mit ¼ Liter Rotwildschweiß getupft, zuzüglich der in der Prüfungsordnung vorgeschriebenen Reservefährte. Erfreulich war die Teilnahme von Jagdhunden unterschiedlicher Rassen, die das breite Spektrum des Hundewesens gut repräsentierten.

Keilerschutzhose Kruedener

Die Firma Kruedener bietet für LJV-Mitglieder 10 Prozent Rabatt beim Kauf einer Maßhundeschutzweste, einer Keilerschutzhose oder einer Hundeführer-/Durchgehjacke an. Die Maßhundeschutzweste gewährt eine hohe Schutzwirkung bei extrem leichtem Gewebe (Durchstoßfestigkeit > 1.100 Newton) und kann den Hund somit komplett abdecken. Die zertifizierte Keilerschutzhose (für Damen und Herren) überzeugt mit ihrem Rundumschutz durch neuste Materialkompositionen. Sie bietet trotz leichtem Gewebe eine hohe Durchstoßfestigkeit kombiniert mit der höchsten Schnittschutzklasse (Messer und Klingen).

Hunde

Der „Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V.“ vertritt die Interessen des Jagdgebrauchshundewesen in Sachsen-Anhalt. Ein brauchbarer Jagdhund ist für eine weidgerechte Jagdausübung unerlässlich. Das Jagdgesetz schreibt den Einsatz von Jagdhunden für die jeweilige Jagdart in § 2 LJagdG vor und fordert, dass die Hunde entsprechend ausgebildetund geprüft sein müssen. Die jährlichen Gebrauchsprüfungen sind dabei mit einer Meisterprüfung für den Hund gleichzusetzen.

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Anmeldung

Die Anmeldung der im Besitz befindlichen bzw. neu angeschafften Jagdhunde direkt beim LJV ist für unsere Jagdhundeführer mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Trotzdem sei hier nochmals auf diese Notwendigkeit verwiesen. Als Bestätigung für eine erfolgte Anmeldung erhält der Hundebesitzer von der LJV-Geschäftsstelle die gelbe Prüfungsnachweiskarte zugeschickt.

Wildschweinen geht es in Deutschland „saugut“. Durch den Klimawandel und den vermehrten Anbau von Energiepflanzen wie Mais und Raps, vermehren sie sich jährlich um bis zu 300 Prozent. Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen, in städtischen Vorgärten oder in Naturschutzgebieten sind die Folge. Mehr als 500.000 Wildschweine werden jährlich erlegt. Die Jagd ist ein unerlässliches Mittel, um die Bestände zu reduzieren. Damit die Jagdhunde sich auf Nachsuchen nicht selbst gefährden, üben sie im Schwarzwildgatter den Umgang mit wehrhaftem Wild.

Wer einen Jagdhund jagdlich führen will, muß im Besitz eines Jagdscheines sein. Um einen Jagdschein zu erlangen bzw. zu verlängern, muß der Nachweis eines gültigen Jagdhaftpflichtversicherungsvertrages erbracht werden. Die Jagdhaftpflichtversicherungen enthalten in der Regel eine Hunderhalterhaftpflichtversicherung für zwei oder drei Jagdhunde. Die LJV-Jagdhaftpflichtgruppenversicherung bei der Generali Versicherung enthält eine Hundehalterhaftpflichtversicherung für drei Jagdhunde. Die Jagdhaftpflichtversicherung bietet Schutz für den Jäger vor Haftpflichtansprüchen Dritter. D. h. konkret, wenn der Jäger im Rahmen befugter Jagdausübung bzw. Waffennutzung, – Jagdhundeausbildung, -führung und –prüfung gehören dazu, einem Dritten einen Schaden zufügt. Gleiches gilt für die von den mitversicherten Jagdhunden verursachten Schäden, Regelmäßig erstreckt sich die eingeschlossene Hundehalterhaftpflicht auch auf die nicht jagdlichen Bereiche, d. h. auch auf Schäden, die Jagdhunde außerhalb des jagdlichen Einsatzes verursachen.

Mit dem Inkrafttreten des „Gesetzes zur Vorsorge gegen die von Hunden ausgehenden Gefahren“ (landläufig als Kampfhundegesetz bezeichnet) zum 1. 3. 2009 ergeben sich auch für die Halter von Jagdhunden Forderungen, denen sie bei Androhung von Ordnungsgeldern nachzukommen haben. Diese Forderungen ergeben sich aus § 2 Abs. 3 Allgemeine Pflichten des oben genannten Gesetzes:

Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist der Einsatz von Jagdhunden in Sachsen-Anhalt durch das Landesjagdgesetz und die entsprechenden Ausführungsbestimmungen recht eindeutig geregelt. Das LJagdG definiert schon in § 2 -Hege- welche Jagdhunde wann und wo einzusetzen sind. Abs. 3 trifft die eindeutige Aussage: „Die Jagd ist, den Geboten der Weidgerechtigkeit entsprechend, nur mit für den jeweiligen Einsatz erfolgreich geprüften brauchbaren Jagdhunden auszuüben.

Joachim Orbach

Im Jagdgebrauchshundwesen werden Begriffe verwendet, die leider aber auch in der heutigen Zeit oftmals noch falsch verstanden werden. An der Notwendigkeit, dass alle Hundeführerinnen und Hundeführer unter den verwendeten Begriffe das Gleiche verstehen hat sich aber nichts geändert. Der Jagdgebrauchshundverband ( JGHV ) hatte daher bereits im Jahre 1975 in Zusammenarbeit mit dem VDH und Wissenschaftlern in einem wissenschaftlichen Ausschuss die wesentlichen Begriffe der Kynologie und Jagdkynologie definiert und erläutert. Nachfolgen die Begriffe und Definitionen kurz und übersichtlich hier auf Datei in Tabellenform.