
Am 30.06.2026 fand der „Wahlausblick“ des LJVin Langenweddingen und online statt. Alle Parteien mit Chancen auf Regierungsbeteiligung wurden eigeladen, der Jägerschaft Rede und Antwort zu stehen. Die Veranstaltung soll ca. 2 Stunden dauern und kann auf
live verfolgt und anschließend auch im Archiv angesehen werden.
Veranstaltungsbericht: Wahlausblick zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt
Am 30. Juni 2026 fand in Langenweddingen die Veranstaltungsreihe „Wahlausblick“ des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt statt. Das neue Veranstaltungsformat stieß bereits bei seiner Premiere auf eine sehr positive Resonanz. Rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Diskussion vor Ort. Darüber hinaus wurde die Veranstaltung von einer dreistelligen Zahl an Zuschauerinnen und Zuschauern im Livestream verfolgt. Die Zahl der Aufrufe des archivierten Mitschnitts steigt weiterhin kontinuierlich an und kann derzeit noch nicht abschließend beziffert werden.
Durch den Abend führte Vera Wolfskämpf (RND). Mit ihrer sachlichen, professionellen und zugleich lebendigen Moderation gelang es ihr, den Kandidatinnen und Kandidaten ausreichend Raum für ihre Positionen zu geben und gleichzeitig einen strukturierten Austausch zu gewährleisten. Das Feedback der Teilnehmenden sowie der Online-Zuschauer fiel durchweg positiv aus. Insbesondere das neue Veranstaltungsformat, das Präsenz- und Onlinepublikum miteinander verbindet, wurde ausdrücklich gelobt.
Für die technische Umsetzung zeichnete die Firma Medial Arts verantwortlich. Die Übertragung des Livestreams verlief während der gesamten Veranstaltung reibungslos und in hoher technischer Qualität, sodass sowohl die Gäste vor Ort als auch die Online-Zuschauer die Diskussion ohne Einschränkungen verfolgen konnten.
An der Podiumsdiskussion nahmen Vertreterinnen und Vertreter der im Landtag vertretenen beziehungsweise kandidierenden Parteien teil:
Kathrin Tarricone (FDP)
Michael Deckert (BSW)
Alexander Räuscher (CDU)
Sophie Mantleiter (Die Linke)
Dr. Andreas Schmidt (SPD)
Sandra Lüder (Bündnis 90/Die Grünen)
Florian Schröder (AFD) – kurzfristig erkrankt
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die zukünftige Ausgestaltung des Jagdrechts in Sachsen-Anhalt sowie die jagdpolitischen Positionen der Parteien. Einen breiten Raum nahm dabei die Frage nach einer möglichen erneuten Novellierung des Jagdrechts ein. Über Parteigrenzen hinweg bestand Einigkeit darüber, Zuständigkeiten möglichst in einem Ministerium zu bündeln sowie Verwaltungsverfahren stärker zu digitalisieren und bürokratische Belastungen für die Jägerschaft zu reduzieren.
Intensiv diskutiert wurde außerdem das Wolfsmanagement. Dabei wurden unterschiedliche Auffassungen über den zukünftigen Umgang mit der Wolfspopulation, die Ausgestaltung von Managementplänen sowie mögliche Eingriffe in Rudelstrukturen deutlich. Gleichzeitig bestand weitgehend Konsens darüber, dass Rechtssicherheit, wissenschaftliche Grundlagen sowie ein wirksamer Herdenschutz wichtige Bausteine eines künftigen Wolfsmanagements sind.
Weitere Themen waren die Digitalisierung jagdlicher Verwaltungsverfahren, die Vereinfachung von Dokumentationspflichten, steuerliche Entlastungen und die Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements der Jägerinnen und Jäger. Ebenso wurden der Umgang mit invasiven Arten wie Goldschakal, Saatkrähe und Kolkrabe, Fragen des Wildbestandsmanagements sowie die zukünftige Ausgestaltung von Jagdzeiten und Förderinstrumenten wie der Schwarzwildprämie erörtert.
Die Veranstaltung bot den anwesenden Jägerinnen und Jägern sowie den Online-Zuschauern eine gute Gelegenheit, die Positionen der Parteien unmittelbar miteinander zu vergleichen und sich im Vorfeld der Landtagswahl ein eigenes Bild über die jagdpolitischen Schwerpunkte der Kandidatinnen und Kandidaten zu machen.
Mit der gelungenen Kombination aus Präsenzveranstaltung und professionellem Livestream hat sich das neue Format „Wahlausblick“ als zeitgemäße Plattform für den politischen Austausch bewährt. Die hohe Reichweite, die durchweg positiven Rückmeldungen sowie das weiterhin große Interesse am aufgezeichneten Mitschnitt unterstreichen den Erfolg der Veranstaltung und sprechen für eine Fortsetzung dieses Formats.
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