Aktuelles

Der Vorstand der Jägerschaft lädt alle Mitglieder am 06.09.2020 um 9.00 Uhr zur Jahreshauptversammlung und Wahl des Vorstandes in die Stadthalle Möckern, Lochower Weg 6 in 39291 Möckern ein.
Der Wahl des Vorstandes stellen sich Carolin Patzig, Stefan Dressler, Thomas Heger, Marcel Steinke und Dr. Pieter Ziems, weitere Bewerber sind zulässig.

Die Jägerschaft Burg erarbeitet für die Jahreshauptversammlung ein Hygienekonzept. Bereits jetzt steht fest, dass Sie sich an die inzwischen hinreichend bekannten Regeln halten müssen. Abstand, Hygiene und die Verwendung von Mund- und Nasenschutz sowie die schriftliche Erfassung aller Teilnehmer sind zwingend notwendig.

Der Vorstand

 

 


Der Kreistag beschloss am 22. April 2020 im schriftlichen Verfahren eine finanzielle Bezuschussung für die Jägerschaft im Jerichower Land zur Durchführung von Trichinenuntersuchungen bei Schwarzwild. Die Maßnahme ergänzt ein umfangreiches Vorsorgepaket der Kreisverwaltung zur Abwehr der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Diese Krankheit breitet sich in den osteuropäischen Wildschein- und Hausschweinbeständen weiter aus und führt bei einer Infektion der Tiere zu schweren Erkrankung mit meist tödlichem Ausgang. Eine Einschleppung nach Deutschland hätte schwere Folgen für die heimischen Wild- und Hausschweinbestände sowie für die landwirtschaftliche Produktion. Landrat Dr. Steffen Burchhardt zeigt sich zufrieden mit der Entscheidung: „Die Jägerinnen und Jäger leisten allgemein und aktuell im Kampf gegen die ASP eine enorm wichtige Arbeit. Daher freut es mich sehr, dass wir als Landkreis dabei helfen können, die finanziellen Belastungen zu minimieren.“ Da die Schwarzwilddichte im Landkreis sehr hoch ist, empfiehlt die untere Veterinärbehörde die prophylaktische Reduzierung der Population, da im Falle eines ASP-Ausbruchs eine relativ schnelle Masseninfektion befürchtet wird.

Im Jahr 2019 wurden durch die gezielte Jagd 2.616 Stücken Schwarzwild erlegt. Das reicht allerdings nicht aus um die Vermehrung des Schwarzwildbestandes zu verhindern, da die Tiere im Jerichower Land durch die vielen Wälder und die Landwirtschaft nahezu optimale Bedingungen vorfinden. Natürliche Feinde hat das Schwarzwild kaum. Das Erlegen eines Wildschweins ist jedoch mit direkten Kosten verbunden. Bei jedem einzelnen Stück Schwarzwild muss eine Trichinenuntersuchung erfolgen, da die winzigen Fadenwürmer das Schwarzwild befallen können und der Parasit beim Fleischverzehr auf den Menschen übertragen werden kann. Die Kosten der Untersuchung betragen im Kreis pro Tier 13,49 Euro. Davon entfallen 7 Euro auf Labor- und 6,49 Euro auf Verwaltungskosten.

Um die Bestandsreduzierung zu fördern, erhalten die Jägerinnen und Jäger nun für jedes im Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 erlegte Schwarzwild eine Zuwendung über 13,49 Euro. Nach derzeitigen Schätzungen werden sich die Gesamtkosten auf ca. 40.000 Euro belaufen. Ein Gebührenverzicht ist aus rechtlichen Gründen nicht zulässig. Kreisjägermeister Hartmut Meyer begrüßt den Beschluss des Kreistages: „Die Jägerschaft erhält das klare Signal, dass sich der Landkreis weiterhin intensiv für die Jagdbelange einsetzt. Die Übernahme der Kosten für die Trichinenuntersuchung ist eine große Unterstützung.“

Der Kreisjägermeister hatte sich seit geraumer Zeit für einen landesweiten Verzicht der Gebühr eingesetzt. Da das Land dieses Anliegen nicht aufgegriffen hat, haben einige Landkreise eigene Impulse gegeben. Bereits vor zwei Jahren hat sich im Jerichower Land ein privater Fonds von tierhaltenden Betrieben, mit dem Ziel die Jägerschaft zu unterstützen, gegründet. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjägermeister und dem Kreisbauernverband wurden die finanziellen Mittel nach klaren Regeln verteilt. Zum Start des Finanzfonds wurden die Trichinengebühren auf Antrag der Jäger vollständig erstattet. In der zweiten Periode erfolgte dies nur noch anteilig. „Mit der Entscheidung des Kreistages können wir nun die privaten Mittel noch zielgerichteter einsetzen. Ich werde den Geldgebern vorschlagen, noch stärker die revierübergreifenden Drückjagden und den Einsatz von brauchbaren Jagdhunden zu fördern“, so die Ankündigung von Hartmut Meyer. Landrat Burchhardt befürwortet das private Engagement und hofft auf eine deutliche Erhöhung der Streckenzahl. „Positive Nebeneffekte könnten sowohl eine Reduktion der Wildschäden im Wald und auf landwirtschaftlichen Flächen als auch ein Rückgang an Wildunfällen sein“, so das Fazit vom Landrat Burchhardt.

Quelle: www.lkjl.de

Zur Frage der Zulässigkeit der Jagdausübung unter den derzeitigen pandemiebedingten Restriktionen ist eine Abstimmung zwischen dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt und dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration erfolgt.

Danach ist die Ausübung der Jagd unter Beachtung und Einhaltung der allgemeinen Vorschriften der Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung und vorbehaltlich weiterer Einschränkungen zulässig. Ein entsprechender Hinweis ist auch auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes unter https://lvwa.sachsen-anhalt.de/index.php?id=3597 eingestellt.

Hintergrund:

Gemäß § 18 Abs. 3 der Zweiten Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt vom 24. März 2020 (2. SARS-CoV-2-EindV; GVBl. LSA S. 54) ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Zu diesen triftigen Gründen zählen nach § 18 Abs. 3 Nr. 10 Sport und Bewegung an der frischen Luft (der die Ausübung der Jagd zuzurechnen ist), allerdings ausschließlich alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung.

Zu beachten ist allerdings, dass örtlich weitergehende Einschränkungen möglich sind.

Die 2. SARS-CoV-EinV tritt mit Ablauf des 19. April 2020, der § 18 (Kontaktbeschränkungen) mit Ablauf des 5. April 2020 außer Kraft.

Quelle: LJV Sachsen Anhalt