Aktuelles

Wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie mitteilt ergeben sich aus der 9. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung neue Hinweise zu den Gesellschaftsjagden und den damit in Zusammenhang stehenden Übernachtungen.

Die Durchführung von Gesellschaftsjagden auf Schalenwild sind unter strenger Beachtung der Hygieneregeln weiterhin zulässig.

Der Veranstalter von Gesellschaftsjagden ist verpflichtet ein Hygienekonzept zu erstellen und für die Umsetzung zu sorgen. Das Konzept hat die konkreten Maßnahmen zu beinhalten, welche zur Umsetzung der 9. SARS-CoV-2 (bspw. Abstandsgebot, Maskenpflicht) dienen. Zusätzlich sollen weitergehende Maßnahmen getroffen werden, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Für die Rückverfolgbarkeit, muss der Name, die Anschrift und die Telefonnummer aller Personen dokumentiert werden, welche an der Jagd teilgenommen haben. Es gilt eine 4 wöchige Aufbewahrungsfrist der Teilnehmerliste, diese ist bei verlangen dem zuständigen Gesundheitsamt auszuhändigen. Nach spätestens zwei Monaten sind die erhobenen Kontaktdaten zu löschen.

Im Freien besteht grundsätzlich eine Maskenpflicht! Ausnahme bestehen für Schützen und Jagdhelfer während der Drückjagd. Innerhalb von namentlich dokumentierten festen Gruppen von höchstens fünf Personen, die der Bergung des erlegten Wildes dienen, darf dabei auch der Mindestabstand unterschritten werden.
Die Zulässigkeit der Durchführung von Gesellschaftsjagden bezieht sich auf das unbedingt notwendige Maß, weshalb Strecke legen, Strecke verblasen, Bruchübergabe, gemeinsame Auswertung des Jagdtages sowie Schüsseltreiben unterbleiben muss!

Unabhängig vom Pandemiegeschehen gehört die Einzeljagd zu den systemrelevanten Tätigkeiten und darf weiterhin unter Beachtung der 9. SARS-Cov-EindV ausgeübt werden. Weitergehende Restriktionen und Beschränkungen können sich innerhalb der Landkreise und kreisfreien Städte ergeben, diese Verordnungen gilt es zusätzlich zu beachten!

Jagdteilnehmer sollten grundsätzlich aus dem Tagelspendelbereich kommen. Die Beherbergung von auswärtigen Jagdgästen ist nur in Ausnahmefällen möglich und muss entsprechend dokumentiert werden. Die genauen Regelungen finden unter den aktuellen Hinweisen im beigefügten pdf-Dokument.

ErlassMULE16.12.2020_9.SARS-CoV-2EindV_DurchfhrungGesellschaftsjagdenu.BeherbergungvonJagdgsten-1

 

Corona-Drckjagd-LSA

Der Landesrechnungshof (LRH) hat anhand von Hochrechnungen Rehe, Hirsche und Wildschweine als „Waldfeinde“ ausgemacht und fordert eine Erhöhung des Abschussplanes und intensivere jagdliche Anstrengungen!
Jeder Besucher des Waldes z.B. im Harz kann die Schäden im Wald sehen und zeigt sich erschüttert über den Zustand.

Nach Ansicht der Jägerschaft ist für diese Entwicklung jedoch nicht allein das Wild verantwortlich. Klimawandel, Stürme, Trockenheit sowie die davon begünstigte Verbreitung von Borkenkäfer und Co. sind nach der Erfahrung der Jäger hier als Ursache klar zu benennen.

Die Erlegungszahlen beim Schalenwild steigen stetig und belegen die Anstrengungen der Jägerschaft, ihren Beitrag zum Waldumbau zu leisten.
Wenn die vom LRH genannten Indizien, wie vor allem die Schälschäden, ein Maßstab sein sollen, so muss man dabei auch erwähnen, dass die Verlängerung der Jagdzeiten und damit Erhöhung des Jagddrucks kontraproduktiv wirken. In mastarmen Jahren verbraucht das Wild durch die Bejagung mehr Energie, als es an Nahrungsreserven im Wald vorfindet.

Unseres Erachtens bedarf es keines weiteren Projektes, um diese Zusammenhänge zu ermitteln. Sehr wohl wünschen und befürworten wir eine Zusammenarbeit z.B. bei der Untersuchung, ob im Frühjahr Mineralstoffzugaben wie Salzlecksteine sich positiv auf die Vermeidung von Schälschäden auswirken. Diese Mineralien holt sich das Wild sonst aus der
Rinde der Bäume.

Hinsichtlich der gleichfalls vom LRH erwähnten Schwarzwild-Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen und in Vorgärten verweisen wir auf die vom Landtag im Rahmen der ASP-Vorsorge beschlossenen Unterstützungen. Nur mit zusätzlichen Maßnahmen wird es möglich sein, speziell in Zeiten der Corona-Krise die Rekordstrecken der letzten Jahre nochmals zu erhöhen.

Quelle:LJV SA