Für Neugierige

Unser Jägerfrühschoppen

Es dauert nur wenige Töne und Inge Illgen befindet sich in ihrer eigenen Welt. Denn immer wenn sie „Hohe Tannen“ hört, kommen bei der 85-Jährigen die Erinnerungen hoch. An die Zeit mit ihrem verstorbenen Lebensgefährten, der dieses Lied über alle Maßen liebte. An die geselligen Abende, wo es Standard war, sich diese Melodie zu wünschen. Der Thalenserin rinnen die Tränen über die Wange. Sie ist gerührt und sie schämt sich nicht dafür.

Und als wenn sie es genau wüssten, legen sich die Jagdhornbläser der Jägerschaft Quedlinburg noch mehr ins Zeug. Die Töne scheinen besonders weich und mit noch mehr Gefühl geblasen zu sein. Während die Rentnerin von ihrer Begleiterin einen verständnisvollen Blick für ihre Gefühlslage bekommt, „kochen“ am Tisch nebenan ebenfalls die Emotionen über. Doch hier hängt niemand den alten Zeiten nach. Es wird hoch aktuell und kontrovers diskutiert. Naturfreunde und Jäger liefern sich bei den Themen „Wolf“ und „Luchs“ einen Schlagabtausch. Argumente und Positionen werden ausgetauscht – mal etwas heftig, mal auch lauter, aber im respektvollen Umgang miteinander. Es wird sich zugehört, auch wenn es manchen drängt, dem Wortführenden sofort Paroli bieten zu wollen. Mit dem Ziel, zu überzeugen oder wenigstens Verständnis für die Position des anderen einzufordern gibt es „Streit“ auf Augenhöhe und keine weltfremde Schattenfechterei. Genau diese Mischung von Unterhaltung und Meinungsbildung ist es, die beim Frühschoppen der Jägerschaft Quedlinburg im wieder proppenvollen Thalenser Klubhaus gewollt ist.

„Das kann keine Podiumsdiskussion, kein wissenschaftlicher Vortrag oder künstlich anberaumter Themenabend ersetzen“, ist Jens Schneidwind überzeugt. Hier kommen Menschen zusammen, die vor Ort nachbarschaftlich miteinander leben und sich mit den Problemen in der Region auskennen, so der Vorsitzende der Jägerschaft Quedlinburg. Allein2019 nutzten weit über 500 Besucher die Angebote beim Frühschoppen.

Schneidewind schwört auf diese Art der Öffentlichkeitsarbeit, die einerseits durchaus als eine Form der  Selbstdarstellung gewollt ist und andererseits auch als Existenzgrundlage des Vereins interpretiert werden darf. „Wenn wir als fester Bestandteil des Gemeindelebens angesehen werden, bringt uns das Sicherheit“, erklärt Jens Schneidewind. Sicherheit? „Ja! In Form von Glaubwürdigkeit und Authentizität.“  Auch die Quedlinburger Jäger spüren seit Jahren, dass  ihr Image leidet. Tierrechts-Kampagnen oder Agitation und Propaganda von Jagdgegnern hinterlassen im Harz ihre Spuren. Was tun? Die Quedlinburger haben sich vor langer Zeit entschieden, Flagge zu zeigen und offen darzulegen, dass die Jagd ein Naturerlebnis und ein verantwortungsbewusstes Handwerk ist.

Dabei vertrauen sie beim Frühschoppen in erster Linie auf ihre Sympathieträger. Vorneweg die Jagdhornbläser von „Hercynia“ – die antike Bezeichnung für ein Mittelgebirge wie den Harz – und „Hercynia 2.0“.  Die eröffnen  die Veranstaltung und geben später noch ein gut halbstündiges Konzert. Gespielt wird, was in der Region bekannt ist und geliebt wird – von eben jenen „Hohen Tannen“ über den „Harzgeröder Jägermarsch“ bis hin zum „Köhlerliesel“. Solche Stücke, die mitgesungen, mitgesummt und mitgeklatscht werden können. Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Jagdhunde. Auch ihnen wird auf der Klubhausbühne Zeit und Raum eingeräumt, um sie ausführlich vorzustellen. Aufgepeppt mit ein paar kleinen Präsentationen aus dem Spektrum der Jagdhundeausbildung werden die treuen Helfer der Waidmänner, ihre Einsatzgebiete und ihre Vor- und Nachteile erläutert. Dieser Part liegt seit Jahren in den bewährten Händen von Ulrich Schweinefuß, der sich die Chance nicht nehmen lässt, den Nichtjägern ein paar Verhaltensweisen beim Auffinden von Jagdhunden mit auf den Heimweg zu geben.

Denjenigen, die sich ein wenig die Füße vertreten wollen, wird ausreichend Abwechslung geboten. So haben Jagdbedarfs-Händler aus der Region ihre Stände aufgebaut, stellt Jagdmalerin Ute Bartels ihre Werke aus oder kann einem Holzschnitzer bei seiner Arbeit über die Schulter geschaut werden. Damit nicht genug! Im ganzen Saal gibt es etwas zu entdecken. Tierfotografin Christiane Schneider zeigt ihre besten „Schnappschüsse“, es gibt Hirschhornschnitzarbeiten sowie die Kunst eines Tierpräparators zu begutachten. Die Besucher finden auch allerlei Informationen zum Thema Jagd. So liegen auf den Tischen Prospekte und Info-Broschüren aus, wird auf die Kampagne „Wild auf Wild“ hingewiesen und sind Tier-„Steckbriefe“ des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt im gesamten Areal zu finden. Dazu kommt im Bühnenbereich die Hegeschau der Jägerschaft. Vor den Türen des Klubhauses hört die Angebotsvielfalt nicht auf. Beim Schüsseltreiben tischt der „Wilde Caterer“  auf und Gewerbetreibende zeigen ihre neuesten Errungenschaften. Traditionell  ist das Lernort-Natur-Mobil des Landesjagdverbandes  ein Magnet für die jüngsten Besucher, die auch bei den „echten“  Greifvögeln und Eulen mehr als nur ein paar Sekunden ausharren.  Schon seit Jahren stehen die Falkner der Jägerschaften Staßfurt und Bernburg den Harzern verlässlich zur Seite.

Angefangen hat das Frühschoppen-Szenario vor 15 Jahren in Thales Nachbarkommune Bad Suderode. Damals aus ganz praktischen Gründen. Einen Tag für den Aufbau der Hegeschau, tags darauf am Vormittag die Jahreshauptversammlung und am Abend der Jägerball. Wenn schon einmal alles aufgebaut und hergerichtet wurde, sollte auch der Sonntag genutzt werden. Zunächst mit Auftritt der Bläsergruppe und der Falkner- und Hundeschau. Mit den Jahren wuchs das Paket kontinuierlich. Nach dem Konkurs des Suderöder Kurzentrums erfolgte der Umzug nach Thale, wo der Frühschoppen einen weiteren Aufschwung bekam. „Die Akzeptanz ist mittlerweile enorm“, freut sich Jens Schneidewind. Auch der organisatorische Aufwand sei völlig unproblematisch. „Du musst die Leute ansprechen und sie für die Sache begeistern. Wer einmal das Ambiente erlebt hat, kommt immer wieder“,  bringt es Schneidewind  auf den Punkt. Sein Credo: „Wenn es nicht funktionieren würde, kämen die Leute nicht wieder.“

Am Ende der Fahnenstange sehen sich die Quedlinburger noch nicht angekommen. „Da ist noch viel Luft nach oben“, so Schneidewind. So kann man sich vorstellen, den Frühschoppen  von den derzeitigen drei Stunden auf das Doppelte der Zeit auszudehnen. Sorgen, dass  die Qualität darunter leiden könnte, gibt es keine.  Einerseits, da  dieses Angebot in der Region einmalig ist und  andererseits die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind. So kann man es sich vorstellen, die benachbarten Jägerschaften mit ins Boot zu holen. „Und gute Bläsergruppen gibt es im Land sehr viele, die sicherlich Spaß daran hätten, in Thale aktiv zu werden“, meint der Jägerschaftsvorsitzende.

Unsere Hirschbrunftwanderung

„Denken Sie daran! Sie sind nie alleine und werden immer beobachtet.“ Revierförster Jens Schneidewind weiß genau, wie er Spannung aufbauen muss, um die regelmäßig über 100 Teilnehmer bei den Hirschbrunftwanderungen in Friedrichsbrunn auf den Ausflug durch die nächtlichen Wälder einzustimmen. Und so hatte jedes Knacken im Unterholz, jeder Ruf der Waldkäuze oder die Geräusche in den Baumkronen, die der Wind erzeugte, etwas Geheimnisvolles. Immer den Vordermann im Auge behaltend, kommen die Wanderer den Plätzen näher, wo die größten Chancen bestehen, dem Röhren der Herren der Wälder besonders gut lauschen zu können. In sehr kalten Nächten, „orgeln“ die Hirsche am lautesten ihre Liebesbotschaften durch die Nacht. Die Sehnsucht nach den Hirschdamen widerhallt in den Bergen und einige Kontrahenten lassen sich auch nicht lange bitten und melden lautstark ihre Paarungs-Ansprüche an. Während sich die anderen Geschöpfe des Waldes auf den Winter vorbereiten, indem sie sich ihre Speckschicht anfressen oder viele Früchte horten, ist der Herbst für die Rothirsche die Leidenszeit für die Liebe.

Von Mitte September bis Mitte Oktober „mutieren“ die ansonsten sehr friedlichen und kaum zu Gesicht kriegenden  Geweihträgern zu erbitterten Feinden. Sie nehmen keine Nahrung zu sich, schlafen am Tag nur wenige Minuten und paaren sich fast im Stundentakt mit den Hirschkühen. Eine Viertel ihres Körpergewichtes verlieren die rund vier Zentner schweren Hirsche in dieser Zeit. Gegen Ende Oktober kehrt dann wieder Ruhe in den Harzer Wäldern ein. Die während der Brunft verlorenen Reserven werden aufgefüllt, um den Winter überstehen zu können. Mit diesen Informationen werden die Wanderer von Jens Schneidewind vor dem Start in die Nacht versorgt und sorgen auch für Mitleidsbekundungen. „Die Armen“, bedauert eine Wanderin den Umstand, dass die Hirsche, und dabei nicht einmal alle alle, nur einmal im Jahr so richtig Sex haben dürfen. Ihrem Liebsten will sie solch eine Enthaltsamkeit nicht zumuten, was dieser mit großem Wohlwollen zur Kenntnis nimmt. Erstaunt registrieren die „Hirschbrunftler“ auch, dass es viel Selbstdisziplin bedarf, um mal eine viertel Stunde lang absolut still dazustehen und nur in die dunkle Nacht hinein zu lauschen. „Solch eine Stille ist man als Stadtmensch überhaupt nicht mehr gewohnt. Man braucht eine paar Minuten, um das zu verinnerlichen und es genießen zu können. Dann hat es aber etwas Meditatives“, gesteht Sigrid Weilmann ein. Die Magdeburgerin verlebt bei Freunden eine paar Tage Urlaub im Harz und war erstmalig zur Hirschbrunft.

Die erfahrenen Hasen, die schon öfters an solch einer Wanderung, die Jens Schneidewind schon seit rund über 20 Jahren organisiert, teilgenommen haben, wollen dagegen auch andere „Wissenslücken“ schließen. Und so hat Thomas Gärtner, stellvertretender Vorsitzender der Jägerschaft Quedlinburg, einiges zu tun, um die Zusammenhänge mit den „Neubürgern“ Luchs und Wolf zu erklären und aufzuklären. Während die Erwachsenen sich innig dem Brunftgeschehen widmen, haben die Kinder sichtlich mehr Spaß, den letzten Kilometer im Schein ihrer Taschenlampen zu absolvieren. Am Ziel erwartet die Wanderer dann ein Imbiss im Wald.

Die Mitglieder des Harzclub-Zweigvereines Friedrichsbrunn haben nicht nur die Versorgung organisiert, sondern auch mit Lager- und Schweden-Feuer für einen romantischen Abschluss gesorgt. „So etwas ist nicht alltäglich und bringt Entspannung vom Beruf. Die Feuer im Wald und die ganze Atmosphäre bei solch einer Wanderung sind wirklich ein Highlight“, zeigt sich Sophia Mühlberg begeistert. Die Quedlinburgerin, die jetzt in Dresden arbeitet und lebt, ist gemeinsam mit ihrem Freund Stefan Noack nach jahrelanger Abstinenz wieder einmal auf Hirschbrunft-Tour. Ihr Fazit: „Einzigartig, stimmungsvoll und empfehlenswert. Auch wenn es ein paar Leute zu viel waren.“

Unser Autor

Dr. Holger Piegert „Der Europäische Mufflon“

Das Dr. Holger Piegert und Walther Kloth zu ihrem Buch „Der europäische Mufflon“, welches bereits in einer 2. Auflage erschienen ist: „Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass der Schalenwildart Mufflon in unserer heimatlichen Kulturlandschaft ein Stellenwert beigemessen wird, den er, ohne als Störgröße angesehen zu werden, einnehmen kann, und dessen Hege der Erhaltung einer reizvollen Tierart in Europa dient. Dabei sind es nicht nur seine attraktiven Trophäen, die den jagdlichen Reiz in unseren Revieren erhöhen, sondern es ist vor allem seine Tagaktivität und damit auch die Möglichkeit der Beobachtung für Erholungssuchende in der Natur, die den landeskulturellen Wert unserer Wälder erhöht. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es vieler engagierter Mitstreiter! Hierbei sind besonders die Jäger angesprochen. Sie können in den Einstandsgebieten durch eine artgerechte, planvolle und nachhaltige Muffelbewirtschaftung im Interesse der Erhaltung einer Artenvielfalt und der Erhöhung der Erholungsfunktion unserer Landschaft dazu beitragen, das attraktive und von Natur aus tagaktive Wildschaf für uns und unsere Nachwelt zu bewahren.“

Und im Vorwort heißt es: „Die vorliegende Monographie ist anders gegliedert, als wir das von den meisten herkömmlichen Werken gewöhnt sind. Das Buch soll Biologen und Naturfreunde ansprechen. Die Beschreibung der Lebensweise ist an den Anfang gesetzt worden, weil das Verständnis um das Verhalten der Tiere eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Durchführung der Jagd darstellt. Somit soll dem interessierten  Jäger ein Buch in die Hand gegeben werden, das mehr ist als ein jagdliches Lehrbuch.“

Edition Natur life im DSV-verlag, ISBN 3-88412-428-3

Unsere „Bestatter“

Mehrere hunderttausende Stücke Schalenwild verenden jährlich allein in Sachsen-Anhalt im Straßenverkehr. Dabei handelt es sich um Zahlen, die statistisch erfasst werden, doch jeder weiß, die Dunkelziffer ist noch höher. Noch weniger weiß man darüber, wieviel Wild in den Revieren unbemerkt verendet, Reste werden kaum oder nur sehr selten gefunden. Wie verschwindet ein zentnerschweres Stück Schwarzwild rückstandslos und wer ist daran beteiligt? Vor einigen Jahren haben sich Alexander Krah und Stefan Grießbach auf Spurensuche begeben, Fallwild geborgen und im Revier ausgelegt. Man wollte mit Überwachsungskameras herausfinden, wer sich unentdeckt alles so als „Bestatter“ betätigt. Ein ganzes Jahr lief das Projekt und mehrere Stücken Schwarz- und Rehwild, aber auch Raubwild und Aufbrüche wurden so zum Objekt der „Begierde“.

Von Alexander Krah (†)

Es begann damit, dass im Revier Harzgerode eine Bache gefunden wurde, die beim Frischen verendet war. Ein Fötus hing quer im Geburtskanal, sicher ein qualvoller Tod. Mit Unterstützung von Revierförster Steffen Grießbach wurde eine Infrarotkamera nahe dem Stück installiert, um den Verfallsprozess zu beobachten und zu ermitteln, wer daran so alles mitwirkt. Als erstes erschienen in der Nacht zwei Altfüchse, die am Tag von zwei Bussarden unterstützt, sich stundenlang bemühten, den unversehrten Wildkörper zu öffnen. Aus dieser „Spontanaktion“ wurden am Ende vier Stücken Schwarzwild, fünf Rehe und diverse Aufbrüche ausgelegt und mit unterschiedlichen Kameras, die mit Infrarot, aber auch Normalblitz ausgerüstet waren, begleitet. Über 4.000 Aufnahmen dokumentieren die hier noch zu treffenden Aussagen. Bei allen Stücken war der Standort der Beobachtung nicht der Unfallort und immer wurden die Stücke fest fixiert, nachdem einmal ein starker Fuchs es schaffte, einen etwa 40 Kilogramm wiegenden Überläufer aus dem Bereich der Kamera weg zu ziehen.

Im Revier leben Rotwild, Muffel-, Reh- und Schwarzwild, Fuchs und Dachs haben eine gute bis hohe Besatzdichte, aber auch Stein- und Baummarder sowie die Wildkatze und der Waschbär sind vorhanden. Das Gebiet wird regelmäßig vom Luchs frequentiert, am Luder konnte er doch bisher noch nicht nachgewiesen werden. Das Revier ist mit ca. 70 Prozent Fichte, 20 Prozent Eiche und 10 Prozent Buche bestockt. Die Bodenvegetation ist reichhaltig und erschwert, vergraste Windwurfflächen eingeschlossen, die Jagd erheblich.

Als Standorte für das Fallwild wurden Ecken ausgewählt, die kaum von Waldbesuchern gefunden werden konnten. Erstaunlich war, dass alle Stücke, obgleich sie Stunden vorher noch von Menschen manipuliert, über Nacht angenommen wurden.

Das Leuchten der IR-LED und auch der Flashblitze lösten wenige Störungen aus, wenn bei Letzterem die Blitzfolge nicht zu kurz eingestellt wurde. Die Liegezeit der Kadaver betrug drei Tage bis zu sechs Wochen im Winter. Dies war sowohl der Jahreszeit als auch dem direkten Zugriff des Schwarzwildes geschuldet. Nur eine Phase führte zu einer Pause. Wenn in der warmen Jahreszeit die Fliegenmaden den Wildkörper beherrschten, dann kontrollierten Fuchs und gelegentlich auch Schwarzwild den Ort, ohne etwas auf zu nehmen. Die Maden waren im Hochsommer so extrem, dass die Klumpen sich auf dem Körper bewegten, herunterrutschten und zusammen mit der starken Wärmeabstrahlung in einem Fall die Kamera permanent wie mit Zeitraffereinstellung auslösten. Eine Woche und sie verpuppten sich und die Reste wurden für Fuchs, Schwarzwild, Waschbär und Bussard, gelegentlich auch Kolkrabe wieder interessant.

Welche Wildart war nun in welcher Form an der Fallwildbeseitigung beteiligt? Verblüffend war, dass an zwei Rehen die Eichhörnchen am Wildbret kosteten, aber nur als es noch frisch war. Ähnlich verhielten sich beide Marderarten. Ein Baummarderpaar kam an drei Tagen zu einem Reh und nahm nur Fleisch von Rücken und Keulen. Ein anderer kam nur einen Tag an einem anderen Stück. Auch die Steinmarder beschränkten sich auf die ersten beiden Tage, offensichtlich hing dies mit dem Grad der Zersetzung des Fleisches zusammen. Auch die Wildkatze, die an drei Standorten bestätigt werden konnte, erwies sich als ausgesprochener Gourmet. Einmal lebte eine Wildkatze 12 Tage lang von einem Überläufer, der vom 30. November bis 3. Januar draußen lag. Sie teilte sich die Beute mit zwei Füchsen und bis zu vier Bussarden und gelegentlich einem Kolkraben. Die Kälte konservierte das Fleisch und die Katze kam aller zwölf Stunden, mittags und gegen Mitternacht, vorbei. Es war offensichtlich ihr Verdauungsrhytmus. Als die Temperatur am 23. Dezember sich in Richtung minus 20 Grad Celsius bewegte und der Kadaver hart, wie Beton gefror, musste sie, genauso wie der Fuchs passen. Nach einer leichten Schneedecke ging niemand mehr an die Reste. Da die Kameras langsam träge wurden und mit der Energieversorgung ausstiegen, zog ich sie ein. Ein Tauwettereinbruch Anfang Januar führte dazu, dass die Sauen das Stück einschließlich Knochen sofort in einer Nacht rückstandslos entsorgten.

Verwundert hat, dass der Dachs, dem doch der Ruf eines   Nahrungsgeneralisten vorauseilt, nichts von dem Fraß aufnahm, obwohl er einen Teil der Fallwildstücken kannte, sie besichtigte und durch die Kameras bestätigt wurde. Anders verhielten sich die Waschbären. Sie nahmen Frischfleisch, soweit man das die ersten zwei drei Tage noch als solches bezeichnen kann, bis die Fliegenmaden das Stück übernahmen. Danach kamen sie wieder und suchten an Decken- bzw. Schwartenresten nach etwas Fressbaren. Dabei kam es auch öfter zu direkten Begegnungen mit dem Fuchs am Stück, die offensichtlich ohne körperliche Auseinandersetzungen ausgingen.

Hauptakteur der Fallwildentsorgung ist und bleibt der Fuchs. Er frisst nicht nur am Stück, sondern zerlegt es mit großem Geschick in transportfähige Portionen. Wenn er Junge im Bau liegen hat, dann schleppt er Tag und Nacht seine Beute weg. Eine starke Ricke entsorgten zwei Füchse innerhalb von vier Tagen. Erstaunlich auch, welche Kraft sie dabei entwickelten. Ein Fuchs schaffte es zu Beginn der Beobachtungen einen etwa 40 Kilogramm schweren Überläufer rund drei Meter in Richtung Dickung aus dem Winkel der Kamera heraus zu ziehen. Seitdem wurde jedes Stück mit Draht oder Seil fixiert. Aller ein bis zwei Tage kontrollierte ich die Standorte und wechselte an der oder den Kameras die Speicherkarten. Meine dabei hinterlassenen Duftspuren schienen sie nicht zu beeindrucken, denn die ersten Aufnahmen erfolgten manchmal schon zwei Stunden danach.

Ein besonderes Problem stellte das unterschiedliche Verhalten der Sauen dar. Alle der sieben dem Schwarzwild zugänglichen Stücken waren ihnen auch spätestens am zweiten Tag bekannt. Tote Artgenossen wurde bewindet, aber im relativ frischem Zustand nicht angefasst. Im Gegensatz dazu wurde ein Schmalreh am zweiten Tag von einer Rotte rückstandslos entsorgt. Selbst Träger und Haupt, festverzurrt mit dickem Spanndraht an einem Baum, verschwanden. Das erklärt auch, warum so selten ein Luchsriss gefunden wird. Das Pinselohr wird dadurch gezwungen, wesentlich mehr Beute zu schlagen, als er eigentlich für sich benötigt.

War der Zerfallsprozess der Stücken Schwarzwild mindestens acht Tage fortgeschritten und auch die Extremphase mit den Fliegenmaden vorbei, dann gingen die Sauen an die Reste und ließen nichts mehr übrig. Von Kannibalismus kann aber hierbei wohl nicht mehr gesprochen werden. Ein Frischling von ca. 15 Kilogramm wurde an einer freistehenden tiefbeasteten Fichte deponiert. Es war der einzige Standort, der von der „Luftwaffe“ nicht einsehbar war und deshalb erschien auch weder Bussard noch Kolkrabe. Ein junger Keiler kam in der ersten Nacht und bewindete ihn, ohne ihn anzuschneiden. Danach beschäftigten sich zwei Füchse vier Nächte mit ihm. In der fünften Nacht kam offensichtlich der gleiche Keiler und entsorgte den Rest.

An drei Stellen, an denen Schwarzwild deponiert war, untersuchte ich, nach dem sie verschwunden waren, im Radius von etwa 150 Meter die Umgebung nach irgendwelchen Resten. Es wurde nichts gefunden. Dabei ist doch der Schädelknochen eines Stückes Schwarzwild kaum zu übersehen und eigentlich auch von der Materialsubstanz über Jahre haltbar. Das erklärt vielleicht auch, warum Treiber bei Drückjagden oder auch die Stangensucher kaum Stangen oder Skelettreste aus Vorjahren finden. Es wird alles verwertet. Die Sauen kamen auch noch Tage nach dem restlosen Verschwinden der Kadaver zu deren ehemaligem Liegeplatz. Sie brachen dabei offensichtlich nach Puppen und Larven, die an dem Zersetzungsprozess beteiligt waren. Greif- und Rabenvögel spielten, trotz optischer Auffälligkeit, in Bezug auf die Körpermasse des verschwindenden Fallwildes bei der Verwertung kaum eine größere Rolle. Ein offen daliegender Aufbruch wird mit viel Geschrei von vorwiegend Bussarden, weniger Kolkraben (im Pirschbezirk war nur ein Brutpaar bekannt), selten einem Milan und in Ausnahmefällen von ein, zwei Elstern sowie einigen Eichelhähern frequentiert. Nachts entsorgt der Fuchs die Reste diskret. Dabei sitzen die Bussarde tagsüber stundenlang an der „Beute“ und verteidigen sie erstaunlich zäh gegen Konkurrenten, auch der eigenen Art. Auffällig war das Interesse des Schalenwildes, das in der Nähe der ausgelegten Fallwildstücke ihren Einstand hatten. An drei Standorten kam Rotkahlwild zu dem Stück um es zu beäugen. Ein junger Rehbock interessierte sich ebenfalls für ein anbrüchiges Stück Schwarzwild und kam immer wieder, um es zu registrieren. Genauso verblüffte ein Muffelschaf, welches mit seinem Lamm zu der toten Sau kam. Die Krönung war wohl ein einsamer Waldhase, der den toten Überläufer aufmerksam musterte.

Unsere Winterfütterung

Dieser Winter kam früh und blieb lange. Minusgrade und Massen von Schnee bestimmten im Dezember 2009 die Szenerie im Harz. Auf dem Brocken wird eine Schneedecke von 142 Zentimetern gemeldet und selbst im Unterharz liegt überall mehr als ein halber Meter der weißen Pracht. Zuletzt gab es solche Schneehöhen zu dieser Jahreszeit damals vor 36 Jahren. Bis Mitte Februar 2010 setzte sich das kalte Winterwetter mit Dauerfrost nahezu landesweit fort. Tagsüber wurden nur selten lokal leichte Plusgrade erreicht und immer wieder kommt Schneenachschub aus dem Himmel. Die Menschen leiden und die Wildtiere auch. Doch wenn der Frost im Boden steckt und dieser von einer dicken Schneedecke eingehüllt ist, finden Wildtiere kaum noch ausreichend Nahrung in ihren Habitaten, zu denen Felder und Wiesen zählen. Es drängt sie vermehrt in den Wald, wo beispielsweise neben den Blättern der immergrünen Brombeere und anderen Verbiss-Gehölzen auch junge Bäume dann als Futterquelle dienen.

Um die Schäden gering zu halten, setzte auch der Landesforstbetrieb Ostharz auf die Winterfütterung. Auch weil die Jägerschaft gesetzlich verpflichtet ist, in Notzeiten für ausreichende und angemessene Nahrung für die Wildtiere Sorge zu tragen. Der Forstbetrieb deckte sich mit Saft- und Raufutter in Form von Rüben und Heu ein. Im Revier von Förster Steffen Grießbach wurde eine Lichtung ausgewählt, auf der das Wild wechselte und dafür gesorgt, dass das Futter immer auf hochgepflügten Wällen ausgebracht wurde.

Grund dafür war, dass man EHEC-Infektionen vermeiden wollte, da die Tiere sich sonst über dem Futter gelöst oder dort genässt hätten. Eingeschränkt wurde mit dieser Maßnahme auch, dass die Tiere auf dem Heu lagerten. Auf den Bau von Futterraufen hatte man damals verzichtet. Enterohämorrhagische Escherichia Coli (EHEC) verursachen laut Bundesinstitut für Risikobewertung bei Menschen akute, teilweise blutige Durchfallerkrankungen. Demnach kann es besonders bei Kindern zu einer Schädigung der Nieren bis zum Nierenversagen, dem so genannten hämolytisch-urämischen Syndrom, kommen. Als Quelle von EHEC-Infektionen sind laut einer Pressemitteilung des Bundesinstitutes vor allem landwirtschaftliche Nutztiere bekannt, die EHEC mit ihrem Kot ausscheiden, ohne dass sie selbst Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Wissenschaftliche Beurteilungen haben ergeben, dass auch Wildtiere EHEC ausscheiden können. Weitere Informationen zu dem Thema gibt es unter www.bfr.bund.de/de.

Bis in den April hinein wurde fast täglich gefüttert und vor allem das Rot- und Muffelwild war stetiger Gast an der Fütterung. So sehr dem Schalenwild geholfen wurde, so musste man auch zur Kenntnis nehmen, dass der Luchs ebenfalls von der Winterfütterung profitierte. So wurden im Umfeld der Fütterung mehrere Risse gefunden.

Unsere Zackelschau

Sie hat ein besonderes Flair, die „Zackelschau“ am Forsthaus Uhlenstein, und sie ist schon längst schon kein Geheimtipp mehr nur für diejenigen, die dem Rotwild und seiner besonderen Faszination erlegen sind. Mittlerweile ist der 1. Mai, an dem die Schau jedes Jahr stattfindet, fest im Terminkalender der Harzer verankert. Sozusagen das Familienevent am Kampftag der Arbeiterklasse, welches per pedes, mit dem Fahrrad oder motorisiert angesteuert wird, um ein paar schöne Stunden in der Idylle des Uhlenbachtales zu verleben. Und das nicht ohne Grund: So sorgen die Jagdhornbläser der Jägerschaft Quedlinburg für den musikalischen Background und mit einheimischen Wildbret aus der Gulaschkanone ist auch kulinarisch für Hochgenuss gesorgt. Am Rande kann gefachsimpelt werden oder es werden einfach nur die Neuigkeiten aus den Revieren ausgetauscht. Die Jahre, in denen über 400 Besucher gekommen waren, sind mittlerweile keine Ausnahme mehr.

Dabei hat es im Jahr 1991 ganz klein angefangen.  Dr. Holger Piegert, der damalige Forstamtsleiter im Uhlenstein, war sich bewusst, dass die Stangensucherei im Harz tief verwurzelt ist. Doch was machen, wenn die Stangensucher niemanden verraten, wann und wo sie welche Zackeln gefunden haben? Gerade über die Fundstücke lassen sich im Revier die „eigenen“ Hirsche gut bestimmen und kann ihr Alter festgestellt werden. Rückschlüsse auf den Bestand und die Kondition des Rotwildes lassen sich ziehen sowie die Entwicklung so manchen Hirsches kann über Jahre genau beobachtet werden. Holger Piegert ließ die „Zackelschau“ aufleben, die sein Nachfolger Steffen Griesbach genauso liebevoll weiterführte.

Irgendwann wuchs die Schau immer mehr und wurde größer.  Zuerst kamen die Jagdhornbläser dazu, die den Tag als Generalproben für die Teilnahme am Walpurgispokal nutzen, nicht viel später wurde auch an das Essen und Trinken gedacht.  Es gab die ersten Jägerflohmärkte, die künftig wieder mehr Gewicht erhalten sollen, und es wurden Ausstellungen organisiert – von „100 Jahre Forsthaus Uhlenstein“, über   Wildfotografien   oder die Gold- und Silbermedaillenhirsche aus der Region bis hin zu kompletten Lebens-Abwurfstangen von Hirschen.

Über die Jahre hat so mancher Hirsch dann auch seinen Spitznamen abbekommen. Da gab es den „Eimerschmeißer“, der am Ende über 20 Jahre alt und fast blind war oder der „Windgekämmte“, dessen Stangen sehr stark nach hinten geneigt waren. Man sagte ihm scherzhaft nach, er hätte zu viel an der Feldkante gestanden, weshalb sich sein Geweih nach hinten entwickelte.  Andere hießen „Der Säbler“, „Der Wasserbüffel“, „Die Hand“, „Der Kakel“ oder „Das Paddel“. „Bei einer Flasche Bier können da mal schon lustige Namen gefunden werden“, weiß Steffen Griesbach, der aber genauso so viel Freude daran hat, dass über die Zackeln und in Kombination mit Wildkameraaufnahmen  eine genaue Alterseinschätzung möglich ist, was bei der Hege des Rotwildes ein nicht unerheblicher Vorteil  ist.

Unsere Hubertusmessen

Seit mehr als 20 Jahren organisiert die Jägerschaft Quedlinburg Hubertusmessen. Diese finden jährlich zur Erinnerung an den heiligen Hubertus von Lüttich den 3. November, den Hubertustag, statt. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlicher Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe Gottes und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie eingesetzt. Diese Grundhaltung der „Achtung vor dem Geschöpf“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Die Hubertusmesse wird daher auch „Jägergottesdienst“ genannt, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: Als Notenvorlage für eine Hubertusmesse ist in Deutschland die 1934 veröffentlichte Zusammenstellung Grande Messe de Saint Hubert von Jules Cantin (1874 bis1956) weit verbreitet beziehungsweise am populärsten. Sie beruht ihrerseits auf Sammlungen französischer Autoren aus dem 19. Jahrhundert. Die ersten Melodien stammten laut dem Handbuch von Thiberge vermutlich von Hubert Obry (1820 bis 1850).

So schrieb 2015 die Mitteldeutsche Zeitung über unsere Hubertusmesse:

Leuchtende und wärmende Schwedenfeuer vor der Bonhoeffer-Kirche Friedrichsbrunn, viel schmückendes Tannengrün im Inneren: Nach zwei Jahren Pause hat die Jägerschaft Quedlinburg wieder – gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde – zu einer Hubertusmesse in das Gotteshaus eingeladen. Musikalisch begleitet wurde die Messe durch die Parforcehörner des Jagdbläsercorps Wernigerode unter der Leitung von Hermann Schmidt, die es verstanden, die Messe auch zu einem kleinen Konzertgenuss werden zu lassen. Mit der Weiterführung der Tradition, die durch die Quedlinburger Jägerschaft schon seit vielen Jahren gepflegt wird, war auch eine Premiere verbunden: Für Pfarrerin Franziska Kaus war es die erste Hubertusmesse.

Franziska Kaus erinnerte an die Legende vom Jäger Hubertus: Dieser zieht aus, um einen Hirsch zu erlegen, kann ihn auch stellen – und schießt dann doch nicht, weil er ein leuchtendes Kreuz im Geweih des Tieres sieht. In diesem Moment, sagte Franziska Kaus, hat sich etwas in Hubertus verändert, der sich von nun an um die Hege und Pflege des Waldes kümmerte. „Es sind Momente, wo man innehält und erkennt, dass nichts von dem, was wirklich zählt, wirklich erjagen kann“, so die Pfarrerin. „Man kann sich keine Liebe kaufen, nicht mal Gesundheit und keinen Tag länger im Leben. Es sind Momente, wo man sich fragt, was verfolgt man eigentlich im Leben, was zählt“, sagte Franziska Kaus, die einen solchen Moment den „Hubertusblick“ nannte. „Diesen Hubertusblick, den wünsche ich uns“, machte die Pfarrerin deutlich.

Vor etwa 15 Jahren hat die Jägerschaft Quedlinburg damit begonnen, den Tag ihrer Hubertusjagd mit einer Hubertusmesse und einem anschließenden Hubertusabend mit einem gemeinsamen Abendessen und Jagdhornblasen abzurunden, sagt Jens Schneidewind, Vorsitzender der Jägerschaft. Zuvor waren am Morgen rund 130 Teilnehmer der Einladung der Quedlinburger Waidmänner zur Hubertusjagd in den Revieren Friedrichsbrunn und Dambachhaus gefolgt. Darunter waren Jäger aus der Jägerschaft und der Region sowie Hundeführer. Die Jagd auf Rotwild, Schwarzwild und Muffelwild war erfolgreich, erklärte Jens Schneidewind. „Wir haben von jeder Wildart Tiere erlegt.“

Mit dem Veranstalten der Hubertusmesse möchte die Jägerschaft Quedlinburg eine Tradition, ein Brauchtum wahren, sagte deren Vorsitzender. Zudem würden viele Jäger auch eher selten in die Kirche gehen, und „andächtige Worte kann jeder mal gebrauchen“, fügte er mit einem Schmunzeln hinzu. Ausdrücklich sind zu einer solchen Hubertusmesse alle Interessierten willkommen. „Wir denken, dass es dazu gehört, uns als Jägerschaft ein bisschen transparent zu zeigen.“ Und nicht zuletzt wolle die Jägerschaft mit dem Veranstalten der Messe auch die Kirche unterstützen.

Video-Impressionen von der Hubertusmesse 2021 im Schloss Ballenstedt von Jens Schneidewind