Jägerprüfung Landkreis Harz

Insgesamt 29 Jungjägeranwärter haben sich im Jugendwaldheim „3 Annen“ der Jägerprüfung gestellt. 26 absolvierten den mündlich-praktischen Teil der Prüfung erfolgreich und konnten im Anschluss ihre Zeugnisse in Empfang nehmen. Durch die Corona-Pandemie fand in diesem Jahr mit etwas Verspätung die Jägerprüfung statt, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Und weiter: Insgesamt 29 angehende Jäger wurden von Dr. Holger Piegert, Vorsitzender der Prüfungskommission, und Matthias Blessinger von der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Harz begrüßt. Eine Jägerprüfung besteht aus drei Teilprüfungen: Zunächst mussten die zukünftigen Jungjäger beim praktischen Schießen die sichere Handhabung der Waffen und vor allem auch ihre Schießfertigkeiten unter Beweis stellen. Die anschließende schriftliche Prüfung umfasste Fragen aus den Fachgebieten Wildtierkunde, Hege und Jagdbetrieb, Ökologie und Naturschutz, Jagdhundewesen, Waffenkunde, Jagdrecht sowie die Behandlung des erlegten Wildes und die Wildtierkrankheiten, die gerade in der jetzigen Situation der nahenden afrikanischen Schweinepest große Bedeutung erlangen. Das dafür notwendige Wissen hatten sich alle Bewerber im Vorfeld bei einem durch die Jägerschaften des Landkreises durchgeführten Vorbereitungslehrgang, der 120 Ausbildungsstunden zu den sieben Prüfungsfächern sowie das Üben auf dem Schießstand beinhaltete, angeeignet. Die größte Herausforderung war für die Prüflinge wohl die mündlich-praktische Prüfung, die im Jugendwaldheim „Drei Annen“ stattfand. Hier mussten die Prüflinge den sachkundigen Prüfern ihr Wissen in den sieben Fachgebieten unter Beweis stellen. Dabei kam es vor allem darauf an, dass die Prüflinge den sicheren Umgang mit den Jagdwaffen demonstrieren konnten, die Hegerichtlinie der jagdbaren Tierarten kannten, den Umgang mit dem erlegten Wild als eines der wertvollsten biologischen Lebensmittel, hygienegerecht darstellten und die rechtlichen Grundlagen für die Jagdausübung kannten. Ebenfalls waren der Umgang mit den Jagdhunden und die Maßnahmen für eine hegegerechte Jagd gefragt. „Da die Jägerschaften anerkannte Naturschutzverbände sind, ist es wichtig naturschutzrelevantes Wissen zu prüfen. Ein Jäger sollte also nicht nur die jagdbaren Tiere kennen, sondern darüber hinaus auch Pflanzen- und Tierarten bestimmen können und sich als Mittler zwischen Naturschutz und Wild-bewirtschaftung verstehen“, so Kreisjägermeister Holger Piegert. Am Ende des Tages konnten 26 Prüflinge glücklich ihre Prüfungszeugnisse in Empfang nehmen. Matthias Blessinger bedankte sich recht herzlich bei Holger Piegert, den Ausbildern und den Mitgliedern der Prüfungskommission für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und das außerordentlich große Engagement. Den 26 Jungjägern wünschten er und der Kreisjägermeister für die Zukunft viel Weidmannsheil und eine immer sichere Hand.

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