Hinter der Jägerschaft Quedlinburg liegt coronabedingt eine schwierige Phase. Die Arbeit in den Hegeringen kam so gut wie zum Erliegen, es waren keine Veranstaltungen – Jägerball usw. – möglich und auch der Vorstand war in seiner Arbeit eingeschränkt. Trotzdem, so der stellvertretende Jägerschaftsvorsitzende Dr. Rainer Miethig in seinem Rechenschaftsbericht, gab es erfreuliche Nachrichten. So wurde die Ausstellung im Schloss Ballenstedt erweitert, hat sich der Hegering Harzgerode erfolgreich an der Initiative „Lernort Natur“ des Deutschen Jagdverbandes beteiligt und konnte mit einjähriger Verschiebung der Jungjägerlehrgang gestartet werden. Rainer Miethig ging auf die Ergebnisse der erweiterten Vorstandssitzung des Landesjagdverbandes ein und skizzierte die wichtigsten Themen: Entwicklung Kosten Mitteilungsblatt, ASP, Änderungen Landesjagdgesetz, Projekt Fellwechsel, Satzungsüberarbeitung, Änderung Ausbildungsrichtlinie Jungjäger. Gelobt wurde der Landesforstbetrieb Ostharz für sein Engagement bei der Raubwildbejagung, hier speziell die Prämienausschüttung für die Erlegung von Waschbären. Rainer Miethig kündigte an, dass der Landkreis jetzt die ersten Auszahlungen zur „Pürzelprämie“ vornimmt und dass Anträge für den ersten Beantragungszeitraum jetzt schnellstmöglich nachgereicht werden müssten.
Für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Jägerschaft wurde Dr. Horst Burzlaff geehrt, während unser Vorsitzender Jens Schneidewind angekündigte, dass er im nächsten Jahr nicht mehr für den Vorsitz kandidieren wird.
Kreisjägermeister Dr. Holger Piegert nahm die Hegeschau für den Landkreis vor und widmete sich ausführlich der Thematik „Stadtjäger“ nachdem es in Thale zu Irritationen gekommen war. Gleichzeitig erläuterte Holger Piegert die Gründung des „Krisenstab Wald“ und die Anpassung der Hegerichtlinien in Bezug auf das Rotwild. Schatzmeister Uwe Heinrich erläuterte die aktuelle Situation in Bezug auf die Ein- und Ausgaben und wurde von der Kassenrevision entlastet. Dem Schatzmeister wurde eine sorgfältige, übersichtliche und nachvollziehbare Arbeit bescheinigt.
Dr. med. vet. Hagen Vorwallner wollte mit seinem Vortrag zum Stand und zum Umgang mit der ASP Schwerpunkte setzen und verfolgte das Ziel, die Jäger ein Stück wachzurütteln und Verständnis für die Arbeit in den Behörden zu erwecken. Danke für den kurzweiligen und sehr informativen Vortrag. Rainer Miethig wertete abschließend die Daten zum Wildmonitoring und zu den Wildtierkrankheiten aus. Angekündigt wurde, dass am 6. November die Hubertusmesse im Schloss Ballenstedt stattfinden soll.







