Öffentlichkeitsarbeit im Hegering Harzgerode

„Es war unglaublich, was die Kinder schon alles wussten. Und noch erstaunlicher, dass Fünf- bis Sechsjährige auf Anhieb ein Pfaffenhütchen erkennen. Das ist nun nicht selbstverständlich“, zeigt sich Matthias Lange überrascht. Der Leiter des Hegerings Harzgerode hatte erstmalig die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr Königerode zu einem Rundgang durchs Revier eingeladen. Und 18 Nachwuchsretter ließen sich nicht lange bitten und folgten dem Jäger auf seiner Spurensuche.  Die Kinder bestaunten Mahlbäume, inspizierten Fegestellen, begutachteten Schälschäden und diskutierten über das Baumsterben, welches durch den Borkenkäfer verursacht wird. „Jeder wollte etwas wissen und alle waren mit einem riesigen Spaß bei der Sache“, war Matthias Lange erleichtert, dass ihm der Feuerwehrnachwuchs eine so entspannte Premiere verschaffte. Denn der Revierrundgang in dieser Form war für ihn zwar nichts Neues, – gab es doch solche Aktionen unter Obhut von Michael Rückriem schon mehrfach in Harzgerode -, aber   er selbst hatte noch nie die Verantwortung für die Organisation getragen. „Natürlich ist man da auch ein wenig aufgeregt, aber die Kinder haben es mir wirklich leicht gemacht“, gesteht Matthias Lange ein. Und er hatte dann auch noch das Glück auf seiner Seite. Rehe, die auf einer Wiese unterwegs waren, wurden zum „Pirschziel“ der Nachwuchsretter.  Das über diesen „Ansturm“ verdutzte Rehwild „spielte“ lange Zeit mit und ließ die „Bande“ ziemlich nahe an sich herankommen.  „Das war so perfekt“, freut sich Matthias Lange, der vor einigen Monaten in einem Gespräch mit dem Kameraden der Königeröder Feuerwehr nicht lange überredet werden musste, solch eine „Pirsch“   vorzubereiten. Einigkeit herrschte am Ende des Tages darüber, die Aktion im Sommer unbedingt zu wiederholen. Für die neugierigen „Waldläufer“ gab es zum Abschluss noch als Präsent kleine Naturführer, Bestimmungshefte oder Stundenpläne aus dem Öffentlichkeitsfond des Landesjagdverbandes. Und ein paar Süßigkeiten als Ausgleich für den coronabedingten Ausfall der Gespenster-Spazierrunde durch Königerode.

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