Erfolgreiche Brauchbarkeitsprüfung der Jägerschaft Quedlinburg

Wie in den Vorjahren führte die Regionalgruppe Ostharz des Deutschen Teckelklubs (DTK) auch in diesem Jahr im Auftrag der Jägerschaft Quedlinburg eine Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde durch. Am Sonntag, 24.09.2023, trafen sich um 8.00 Uhr die Hundeführer, Richter und Helfer in Friedrichsbrunn, um die Prüfung in den umliegenden Wäldern durchzuführen.

Brauchbarkeitsprüfungen werden auf der Grundlage der Prüfungsordnung des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt durchgeführt und können mehrere Prüfungsfächer umfassen, von denen das Fach „Gehorsam“ ein Pflichtfach ist, während die anderen Fächer – soweit sie bei der Prüfung angeboten werden – von den Hundeführern dem Einsatzgebiet ihrer Hunde entsprechend frei gewählt werden können. Da in der Regel die Brauchbarkeit der Jagdhunde für die Schweiß- und Stöberarbeit in unserer Jägerschaft die größte Bedeutung für die Jagdausübung hat, wurden neben dem Fach Gehorsam auch diese Fächer geprüft. Als Prüfungsrichter fungierten Ronald Sittel (VDW), Uwe Kruse (JGHV) und Christoph Lins (DTK), der wie in jedem Jahr auch die Organisation und Leitung der Prüfung übernahm.

Es traten vier Hunde, Rauhhaarteckel, Deutscher Jagdterrier, Alpenländische Dachsbracke und Flat Coated Retriever, zur Prüfung an. Nachdem ein Hund das Fach Gehorsam leider nicht bestehen konnte, absolvierten anschließend nur drei Hunde das Fach „Schweißarbeit“. Es musste eine 600 m lange, mindestens 20 Stunden alte Schweißfährte ausgearbeitet werden, die zwei Haken und zwei Wundbetten aufweist. Die Führer-Hund-Gespanne zeigten dabei recht unterschiedliche Leistungen, aber alle drei Hunde brachten ihre Führer erfolgreich zum Stück. Der Deutsche Jagdterrier „Bolle“ zeigte bei der Schweißarbeit auf der gesamten Fährte ein hohes Niveau. Bei der abschließenden Stöberarbeit, bei der jeder Hund eine mehrere Hektar große Dickung selbstständig, weitläufig und ausdauernd absuchen und das Finden von Wild durch Laut anzeigen musste, traten nur zwei Hunde an, die beide eine ordentliche Stöberarbeit leisteten. Auch hier tat sich der Jagdterrier besonders hervor, da er es sogar schaffte, eine einzelne Sau zu stellen.

Am Ende konnten drei von vier angetretenen Jagdhunden erfolgreich ihre jagdliche Brauchbarkeit nachweisen, was den Führern durch Überreichen einer Urkunde des Landesjagdverbandes bestätigt wurde. Aufgrund seiner gezeigten, sehr guten Leistungen wurde „Bolle“ mit seinem Führer Horst Hühnerbein (beide Jägerschaft Quedlinburg) durch das Richtergespann einhellig zum Tagessieger erklärt.

Die Jägerschaft Quedlinburg führt in jedem Jahr eine Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde durch, bei Bedarf ggf. auch eine zweite. Interessierte Hundeführer können sich gerne beim Obmann für Jagdgebrauchshunde der Jägerschaft Quedlinburg Christoph Lins (Tel. 0174/3360 510) melden.

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