Gesprächsrunde zur Jagdwilderei

Andrè Berndt, Kriminalkommissar im Polizeirevier Harz, hat auf einer Sitzung des erweiterten Vorstandes der Jägerschaft Quedlinburg Einblicke in seinen Berufsalltag gewährt. Zu diesem gehört unter anderem auch die „Jagdwilderei“.

Die Jägerschaft Quedlinburg bedankt sich bei Andrè Berndt für die umfangreichen und tiefgründigen Informationen, die immens dazu beigetragen haben, mit Spekulationen und Halbwissen aufzuräumen.

Einige Eckpunkte der Veranstaltung:

Im Jahr 2021 kamen sieben Fälle von Jagdwilderei im Landkreis Harz zur Anzeige, von denen 33 Prozent aufgeklärt wurden. 2022 waren es 20 Fälle (45 Prozent aufgeklärt) und in diesem Jahr sind bis zum 31. Mai vier Fälle angezeigt worden. Um Jagdwilderei verfolgen und ahnden zu können, ist Grundvoraussetzung immer eine Anzeige bei der Polizei, denn erst dann können Ermittlungen in Gang gebracht werden.

Handlungsempfehlungen bei Verdacht auf Jagdwilderei im Revier:

Niemals den Helden spielen und selbst Ermittlungen anfangen. Immer die Polizei verständigen und Anzeige erstatten. Die Beamten bei der Sicherung von Spuren durch Fotos von Reifenspuren, Wildkörpern oder Aufbrüchen u.a. unterstützen. Sehr hilfreich: Zollstock oder anderes zum Größenvergleich nutzen. Spuren – wie Gewebeproben, Projektile u.a., wenn die Beamten nicht sofort vor Ort sein können, immer schonend einsammeln und verpacken.

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