Jahreshauptversammlung und Jägerball der Jägerschaft Quedlinburg

In seinem Rechenschaftsbericht erklärte der Vorsitzende Detlef Valtink, dass hinter dem Verein Jahre liegen, in denen die Vereinsarbeit nicht immer einfach war. Einerseits hatte die Corona-Pandemie die Jägerschaft ausgebremst und das Vereinsleben fast zum Stillstand gebracht. Andererseits musste sich auch der Vorstand durch die veränderten Personalien erst einmal finden. Doch wie schon seit Jahrzehnten war auch in dieser Phase darauf Verlass, dass es in der Jägerschaft viele erfahrene Weidgenossen gibt, die mit ihrem Einsatz und ihrem Engagement das Räderwerk am Laufen halten. Die sich einbringen und nicht entmutigen lassen, egal ob bei der Arbeit in den Hegeringen, im erweiterten Vorstand oder unter Anleitung der Obleute. Betont wurde, dass es eine Notwendigkeit der Ausbildung von Kadaversuchhundegespannen gibt. Die Jägerschaft ist von dem Projekt überzeugt und hält dies für einen wirkungsvollen Schutz gegen die Ausbreitung der Seuche. Im Landkreis gibt es momentan ein ausgebildetes Gespann. Zu wenig, wie in einer Gesprächsrunde der Vorsitzenden der Harzer Jägerschaften, dem Landrat und handelenden Personen der Kreisverwaltung deutlich wurde.

Als sehr wohltuend wurde die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und den Städten und Gemeinden eingeschätzt. Dazu der Vorsitzende: „Hier stoßen wir regelmäßig auf offene Türen, hinter denen nicht nur zugehört, sondern auch gehandelt wird.  Aber auch wir selbst können viel mehr tun. Kontaktiert die Bundes- und Landespolitiker aus unserer Region. Schreibt ihnen, was uns auf dem Herzen liegt. Fordert ihre Stellungnahmen ab, hinterfragt ihre Positionen und zeigt ihnen auf, was wir von ihnen erwarten.“ Die Argumentation, „das würde nichts bringen“, greife nicht. Die Politiker müssten wissen und spüren, was von ihnen gewollt werde.

Und Detlef Valtink weiter: „Momentan sind wir über 420 Mitglieder in der Jägerschaft Quedlinburg und konnten damit die Mitgliederzahl leicht steigern. Das hat auch viel damit zu tun, dass die Jägerschaft in der Jungjägerausbildung sehr aktiv ist und wir trotz Corona-Pandemie 2022 einen Lehrgang durchführen und abschließen konnten. Kurz vor der Ziellinie steht auch der diesjährige Jungjägerkurs, deren Teilnehmern wir viel Erfolg für die anstehenden Prüfungen wünschen.  Der Vorstand wird dabei nicht müde, sich ausdrücklich bei den Ausbildern zu bedanken, die hochmotiviert bei der Sache sind. Erste Anmeldungen nähren zudem die Hoffnung, dass wir auch im Herbst wieder einen Lehrgang durchführen können.“

Der erweiterte Vorstand hat sich ausnahmslos jeden Monat getroffen und insgesamt wurden von den Mitgliedern – vom Vorstand, den Obleuten und den Hegeringleitern – rund 1.400 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Die nächsten Aktionen und Aufgaben werfen bereits ihre Schatten voraus. So findet am 22. April das Hegeringschießen des Hegeringes Thale statt, am 1. Mai die Zackelschau im Uhlenstein und am 6. Mai startet die Premiere der „Harzer Jagdpokales“. Am 10. Juni beteiligt sich die Jägerschaft am Naturschutztag des Harzklubs in Friedrichsbrunn und auch einen Hubertusabend soll es wieder geben. In Vorbereitung ist auch eine Baumpflanzaktion, die gemeinsam mit den Edeka-Märkten in Sachsen-Anhalt und dem Landesforstbetrieb Ostharz gestemmt werden soll. Es gibt noch etliche andere Ideen, an deren Umsetzung gearbeitet wird. Dazu gehört auch, im nächsten Jahr einen Bus zu chartern, um in Gemeinschaft zur Jagdmesse nach Dortmund zu fahren.

 

 

 

 

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